Alitalia in der Krise: Im 1. Halbjahr auf 315 Mio. Euro Minus
- Nettoverlust seit Dezember 2002 auf 1,2 Mrd. Euro explodiert
- Sanierungsplan könnte mindestens 2.000 Jobs kosten

·Alitalia-Gerücht
Privatisierungs-Idee bringt Aktien-Plus
Die finanziell angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia hat das erste Halbjahr 2003 mit einem Nettoverlust von 315 Mio. Euro und einem Betriebsverlust von 266 Mio. Euro abgeschlossen. Dies gab Alitalia am Ende der Aufsichtsratssitzung am Freitag in Rom bekannt, bei dem der neue Entwicklungsplan für die Jahre 2004-2006 verabschiedet wurde.
Die Nettoverschuldung explodierte seit Dezember 2002 von 290 Mio. Euro auf 1,2 Mrd. Euro. Investiert wurden im ersten Halbjahr 260 Mio. Euro.
Alitalia-Präsident Giuseppe Bonomi betonte, die Gesellschaft wolle die Allianz mit Air France und eventuell auch mit der niederländischen KLM forcieren. Mit Air France war Alitalia im vergangenen Jahr bereits eine Kooperation eingegangen.
Der Alitalia-Präsident wollte "Indiskretionen" über einen massiven Stellenabbau nicht kommentieren, die in den vergangenen Tagen in Italien für Aufregung gesorgt hatten. Die Gesellschaft müsse zur Kostensenkung zwar einen Stellenabbau in Angriff nehmen. Konkrete Beschlüsse seien jedoch noch gefallen. Laut italienischen Medien könnte Alitalia im Rahmen des Sanierungsplans mindestens 2.000 Stellen kürzen. Ende Juni beschäftigte die Alitalia 20.887 Mitarbeiter, 479 weniger als vor einem Jahr. (APA)
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