Industrielle wollen KöSt auf 25 Prozent reduzieren
- KöSt beträgt derzeit 34 Prozent
- Begründung: Verschärfter Standortwettbewerb
Die Industriellenvereinigung hat der Regierung ein Forderungspaket vorgelegt, das unter anderem die mittelfristige Absenkung der Körperschaftssteuer von derzeit 34 auf 25 Prozent vorsieht. Begründet wird das Verlangen mit dem verschärften Standortwettbewerb, dem sich Österreich durch die geplanten Steuersenkungen bei etlichen EU-Beitrittskandidaten gegenübersehen wird.
"Durch die Osterweiterung steigt der Druck auf den Steuerstandort", sagte IV-Vizepräsident Sorger bei der Präsentation eines "Wachstumspapiers", das die IV an Bundeskanzler Schüssel übergeben hat. Das Papier mit dem Namen "Wachstum. Nachhaltig. Gestalten. - Das IV-Wachstumsprogramm für Österreich" fasst die Forderungen zusammen, deren Erfüllung die Organisation unabdingbar für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes hält.
Schwerpunkte sind die Schaffung einer effizienteren Verwaltung, die steuerliche Entlastung der Unternehmen und mehr Investitionen in Innovation, Bildung und Infrastruktur. In Sachen Steuern geht es den Industriellen "um eine längerfristige Perspektive, um die Planbarkeit der Entwicklung der KöSt-Sätze zu ermöglichen", sagte IV-Präsident Mitterbauer. Konkret schlägt die IV nach dem ersten Absenkungsschritt eine weitere Verringerung der KöSt auf 25 Prozent in drei Jahresschritten vor. Jeder Prozentpunkt weniger KöSt kostet das Budget pro Jahr rund 130 Mio. Euro.
Die Unternehmensbesteuerung der künftigen EU-Länder, die mit dem EU-Beitritt für Investoren weiter an Attraktivität gewinnen werden, liegt in der Regel deutlich unterhalb jener Österreichs. Tschechien und die Slowakei planen per Anfang 2004 weitere Absenkungen des Satzes auf 24 bzw. 19 Prozent. (apa)
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