Eurozone: EU-Kommission nimmt Wachstumsprognose zurück
- Wachstum von 0,5 Prozent erwartet
- Im Frühjahr ging die Kommission noch von 0,7 Prozent aus
Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr leicht zurückgenommen. "Wir erwarten jetzt ein Wachstum von 0,5 Prozent", sagte Gerassimos Thomas, Sprecher von EU-Währungskommissar Pedro Solbes. Im Frühjahrsgutachten war die Kommission noch von 0,7 Prozent ausgegangen.
Bei der wöchentlichen Kommissionssitzung unterrichtete Solbes auch über die Entwicklung der Haushaltsdefizite in den zwölf Euro-Staaten. Da Deutschland und Frankreich 2003 das Stabilitätsziel deutlich verfehlen werden, ist ein zusammengerechnetes Defizit in Euroland von mehr als - den national erlaubten - 3 Prozent wahrscheinlich. Die Themen Konjunktur und Stabilitätspakt werden an diesem Freitag und Samstag bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister im italienischen Stresa im Mittelpunkt stehen.
Solbes habe bekräftigt, dass sich die Wirtschaftsleistung der Eurozone im 4. Quartal spürbar verstärken werde, sagte Thomas. Dafür spreche das wachsende Vertrauen der Verbraucher in die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die Kommission hatte am Dienstag Schätzungen veröffentlicht, die für das 3. Quartal die Wirtschaft zwischen Stagnation und maximal 0,4 Prozent Wachstum und für das 4. Quartal zwischen 0,2 und 0,6 Prozent Wachstum sehen. (apa/red)
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