Mittwoch, 10. September 2003

Keine Erholung in österreichischer Papierindustrie

  • 1. Halbjahr: Umsatz- und Erlösrückgang
  • Auch im 2. Halbjahr keine Erholung zu erwarten

Die österreichische Papierindustrie hat im ersten Halbjahr 2003 einen Umsatz- und Erlösrückgang eingefahren. Grund für das schlechte Ergebnis seien "schwach wachsende Liefermengen bei einem deutlichen Rückgang der Durchschnittserlöse" u.a. durch Preisverfall, berichtete am Mittwoch die Vereinigung Austropapier. Auch für das zweite Halbjahr 2003 wird keine Erholung in Aussicht gestellt.

Neue Belastungen wie steigende Energiekosten, die Umsetzung des Kioto-Ziels und der Ausbau erneuerbarer Energieträger würden die heimische Papierindustrie bedrohen, hieß es. Der Umsatz bei der österreichischen Papiererzeugung und -verarbeitung schrumpfte in der ersten Jahreshälfte 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Dementsprechend verschlechterten sich auch die Erlöse der Unternehmen.

Inlandslieferungen rückläufig
Die Inlandslieferungen fielen dem langjährigen Trend folgend um 1,3 Prozent auf 356.241 Tonnen. Der Export von Papierwaren verlagerte sich im ersten Halbjahr weg vom Hauptabsatzgebiet EU (minus 0,1 Prozent). Die Lieferungen zum wichtigen Handelspartner Deutschland gingen um 3,4 Prozent auf 465.000 Tonnen zurück. Zusätzliche Mengen mussten daher in den östlichen Nachbarländern und in Übersee - auf Märkten mit schwächeren Erlösen - untergebracht werden.

Mehr Beschäftigte
Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich in Österreichs Papierindustrie marginal auf 9.510 Mitarbeiter. Annähernd 200 Millionen Euro Bruttolöhne und -gehälter wurden im ersten Halbjahr ausgezahlt, was im Vorjahresvergleich einer Steigerung von 3,2 Prozent entspricht. (apa)

10.9.2003 14:08