Wifo sieht Hinweise auf leichte Konjunkturerholung
- Kann Europa Aufschwung in USA und Japan nützen?
- Erwartungshaltung der Unternehmer etwas verbessert
Von Anzeichen einer leichten Konjunkturerholung, die von den USA und Asien ausgeht, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seinem Monatsbericht September. In Europa gebe es derzeit insgesamt noch keine klaren Anzeichen für einen Konjunkturaufschwung, die Frage sei aber, wie rasch und stark Europa von einer Erholung profitieren könne, wie sie sich in den USA und Japan abzeichne.
Unternehmensumfragen in Österreich und Deutschland weisen auf eine etwas verbesserte Erwartungshaltung für die kommenden Monate hin. Die aktuelle Wirtschaftslage sei jedoch in Österreich unverändert ungünstig. In Deutschland habe der Ifo-Geschäftsklimaindex, der seit einigen Monaten nach oben zeigt, erstmals seit langem auch eine Besserung der aktuellen Lage ausgewiesen.
Der Weltwirtschaftsklimaindex des Münchner Ifo-Institutes von Anfang September sei von 83,2 Punkten im 2. Quartal 2003 auf 91,3 Punkte im 3. Quartal kräftig gestiegen. Abgesehen von der Aufwärtsentwicklung der Aktienkurse werde die aktuelle Lage weiterhin sehr verhalten eingeschätzt, die Erwartungen für die kommenden sechs Monate seien jedoch in Asien und den USA deutlich, in Europa etwas zuversichtlicher geworden.
Auch nach den Frühindikatoren der OECD hätten sich die Konjunkturaussichten für die drei großen Wirtschaftsräume aufgehellt. Für den Euro-Raum revidierte die OECD jedoch ihre Wachstumsprognose 2003 von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent nach unten.
(apa)
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