Montag, 8. September 2003

Kampf um VA Tech: Kovats zieht in Aufsichtsrat ein

  • Abwahl der Aufsichtsräte Nilles und Koch wurde abgelehnt
  • Hat Kovats schon über 20%? Sein Anwalt: "Haben nur 19,05%"

Bei der Hauptversammlung des Linzer Technologiekonzerns VA Tech wurden am Montag vier neue Aufsichtsräte gewählt. Neu in das Kontrollgremium ziehen ein: Ludwig Scharinger, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterrreich (RLB OÖ), Mirko Kovats, Günther Robol und Peter Pühringer. Die drei Letztgenannten wurden von dem größten Aktionär, der Kovats-Gruppe, nominiert.

Um vier neue Aufsichtsräte installieren zu können, war die Vergrößerung des Gremiums von bisher zehn auf zwölf Kapitalvertreter notwendig geworden. Durch die mehrheitliche Zustimmung für den Antrag zu Gunsten Robols und Pühringers (mit jeweils etwa 57 Prozent) wurde automatisch die Zahl der Aufsichtratsmitglieder auf zwölf erhöht. Scharinger bekam etwa 87, Kovats etwa 82 Prozent der Stimmen. Die beiden waren auf zwei zuvor frei gewordene Aufsichtsratssitze nachgerückt.

Keine Dreiviertel-Mehrheit für Abwahl
Abgelehnt wurde zuvor die von der Kovats-Gruppe beantragte Abwahl der Aufsichtsräte Paul Nilles und Alfred Koch. Für die Abberufung von Koch und Nilles stimmten lediglich etwa 56 Prozent, wodurch die erforderliche Dreiviertelmehrheit nicht erreicht wurde. Die Kovats-Gruppe gab Widerspruch gegen Verfahren und Ergebnis der Abstimmung zu Protokoll. Nach Meinung des Anwalts dieser größten Aktionärsgruppe genügt eine einfache Mehrheit für die Abberufung, die in den beiden Fällen ja erreicht wurde. Es steht zu erwarten, dass die Wahl vor Gericht angefochten wird.

Weitere Abberufungsanträge, für die von der ÖIAG entsandten VA Tech-Aufsichtsräte Peter Michaelis und Rainer Wieltsch wurden mit mehr als 70 Prozent der Stimmen abgelehnt. (APA/red)

8.9.2003 14:25