Montag, 8. September 2003

Schüssel: 50 Millionen Euro für Exportoffensive

  • quickstart-package noch heuer: 17,3 Millionen Euro
  • Kanzler streitet Koalitionskrise ab

Die Regierung will bis 2004 insgesamt 50 Millionen Euro für eine Exportoffensive zur Verfügung stellen. Die Exporte seien eine Möglichkeit, "einer Stagnation davonzuwachsen", meinte Bundeskanzler Schüssel am Montag. Heuer sollen bereits 17,3 Millionen Euro als "quickstart-package" ausgezahlt werden. Dabei handle es sich nicht um die Umschichtung bestehender Mittel, sondern um zusätzliches Geld.

Damit soll die Exportquote von derzeit 36 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2007 auf 40 Prozent steigen. Ein Schwerpunkt wird laut Schüssel auf den Mittel- und Osteuropäischen Ländern liegen, in die schon derzeit der Großteil der österreichischen Direktinvestitionen fließt. Wirtschaftsminister Bartenstein kündigte als Schwerpunkt der Exportoffensive die Unterstützung der Mittelbetriebe und die Förderung der "Erstexporteure" an. Zudem soll der Export von Infrastruktur und Umwelttechnologie in die Mittel- und Osteuropäischen Länder gefördert werden.

Wirtschaftskammerpräsident Leitl strich die Bedeutung des Außenhandels heraus: Eine Million Arbeitsplätze würden direkt durch den Export gesichert. Von den 300.000 Unternehmen in der Wirtschaftskammer seien aber erst 5 Prozent, also 15.000, im Export tätig. Diese Zahl soll bis 2007 auf 30.000 verdoppelt werden. Leitl: "Wir müssen vom gleich bleibenden oder kleiner werdenden Welthandelskuchen für Österreich ein größeres Stück abschneiden."

In den nächsten Tagen werden die ÖBB mit der ÖIAG die Übertragung der Postbus AG formell abschließen. Zunächst sei noch die bis 11. September laufende Rekursfrist abzuwarten.
(apa)

8.9.2003 12:39