Tschechien kommt schon als EM-Teilnehmer nach Wien
- Edgar Davids in den Niederlanden am Pranger
- Deutschland schlägt Schottland mühevoll mit 2:1 (Kasten rechts)
·Erleichtert!
Deutschlands Sieg ist Schritt zur EM
·Aus in EM-Quali
Österreich verliert gegen Holland 1:3
·Feuern Sie unsere Teamkicker an!
Meinung posten: Polen & Nordiren warten!
·Alle Infos zur
EURO 2004
Alle Gruppen & Spiele der Europameisterschaft
So gerne wollte Östereich im letzten Heimspiel in der EM-Qualifikationsgruppe drei das Zünglein an der Waage spielen. Tschechien machte Fußball-Teamchef Hans Krankl einen Strich durch die Rechnung. Die Tschechen besiegten die Niederlande in Prag mit 3:1 (2:0) und kommen bereits als Fixstarter der EURO 2004 in Portugal am 11. Oktober (17.00 Uhr) nach Wien. Leichter wird die Aufgabe deshalb wohl auch nicht.
Teamchef Karel Brückner, unter dem der Vize-Europameister 1996 wieder den Erfolgsweg eingeschlagen hat, wird mit allen Stars nach Wien kommen. "Ich sehe das schon als erstes Vorbereitungsspiel für die EM-Endrunde. Außerdem werden tausende Tschechen nach Wien kommen, die wollen uns ohne Druck so richtig aufspielen sehen", erklärte Brückner nach dem Sieg im Schlager gegen die Holländer an.
Mehr Torchancen
Österreichs Teamchef-Assistent Slavko Kovacic war in Prag vor Ort und sah einen hoch verdienten Erfolg der Gastgeber. Koller per Foulelfmeter (15., Ausschluss Davids) und Poborsky (38.) brachten Tschechien in Führung, nach dem Anschlusstreffer durch van der Vaart (61.) fixierte Baros in der Nachspielzeit (93.) den Endstand. "Die Tschechen fanden viel mehr Torchancen vor, wirkten viel kompakter als die Holländer. Entscheidend aber war, dass man bei den Hausherren das Gefühl hatte, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Bei den Niederlanden war das nicht der Fall", sagte Kovacic.
"Oranje schießt sich selbst in den Fuß"
Während sich die Tschechen schon auf die Auslosung der EM-Gruppen am 30. November freuen können, muss Holland schon wieder zittern. Dem WM-Zuschauer des vergangenen Jahres droht auch bei der EM nur die Touristenrolle. "Oranje schießt sich wieder selbst in den Fuß. Davids missachtet die Gesetze des Fußballs", titelte die angesehene Zeitung "de Volkskrant" und brachte damit Volkes Meinung auf den Punkt.
Edgar Davids als Bösewicht
Die ganze Wut und Enttäuschung der Niederländer konzentrierte sich auf Edgar Davids, der nach einem dummen Foul an Karel Poborsky schon nach 13 Minuten einen Elfmeter verschuldete und dabei zum dritten Mal in seiner Länderspiel-Karriere vom Platz flog. "Dumme Rote Karte für Davids bringt Oranje zu Fall", urteilte die größte Zeitung "De Telegraaf" und wähnte die eigene Mannschaft "auf der Folterbank in Prag".
Hochkarätige Gegner in der Relegation
Die Niederländer müssen nach der ersten Niederlage in zwei Jahren als Gruppen-Zweiter in die Relegation. Und dort drohen am 15/16. sowie 18./19. November hochkarätige Gegner: Spanien, Russland, Kroatien, Dänemark sowie England oder die Türkei.
(APA/red)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
