Bundesliga: "Violetter" Mittwoch mit Siegen für Austria & Salzburg
- Scharner beendete 285-minütige Torflaute des Meisters
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Austria Wien und SV Salzburg waren die zwei "violetten" Sieger bei den Mittwoch-Spiele der 8. Runde der T-Mobile-Bundesliga. Meister Austria feierte mit dem 1:0 gegen Pasching im fünften Saison-Heimspiel (inklusive Supercup) den fünften vollen Erfolg. Ein Kopfball von Paul Scharner (57.) beendete gleichzeitig auch die 285 Minuten oder fast fünf Stunden dauernde Austria-Torflaute. Ex-Meister Salzburg legte mit dem 1:0 in Mattersburg den schlechtesten Saisonstart der Geschichte ad acta, Neuzugang und Gold-Torschütze Teber (67.) stellte den ersten Sieg im achten Match sicher.
Stronach verwundert Zuschauer
Zur Verwunderung vieler Besucher im Horr-Stadion sprach Austria-Mäzen Frank Stronach nach einer dürftigen ersten Hälfte (0:0, kaum Torchancen) von einer "ganz guten" Leistung der Heimischen. Auch nach dem in der zweiten Halbzeit fixierten Arbeitssieg machte sich im violetten Lager Selbstzufriedenheit breit. Etwa bei Kapitän Michael Wagner: "Pasching hat mit elf lauffreudigen, verteidigenden Leuten gespielt. Wir mussten es erzwingen. In zwei Wochen fragt aber keiner mehr, ob wir brasilianischen Zauber-Fußball geboten haben."
Jubel für Scharner und Mandl
Austria-Coach Löw, der mit seinem Team auf den zweiten Tabellenplatz vorgestoßen ist, sprach von einer "klaren spielerischen Steigerung". Die Bejubelten der Austria-Fans waren neben Torschütze Scharner auch der sichere Team-Goalie Mandl (im Austria-Tor seit 276 Minuten unbezwungen) sowie der vom Anhang stürmisch geforderte und in der 83. Minute eingewechselte ÖFB-Teamkapitän Flögel, statt dem der Franzose Blanchard erstmals von Beginn an spielen durfte.
Ersatz-Goalie soll Chance bekommen
Ausgerechnet vom Austria-Gehäuse (fünf Gegentreffer, die wenigsten der Liga) droht derzeit jedoch Unruhe auszugehen. Auslöser dafür ist die, angesichts der Spielflut in den kommenden Wochen eigentlich harmlose Ankündigung von Löw, dass Ersatz-Keeper Didulica seine Chance bekommen wird. "Man merkt, dass es in ihm brodelt und kocht. Didulica macht im Training einen Klasse-Eindruck, er wird seine Spiele bekommen", erklärte der Deutsche.
Pasching nach Glieder-Abgang
Trotz der Pasching-Niederlage ruhig und sachlich blieb Ex-Austria-Coach Heinz Hochhauser, der im Spiel eins nach dem Abgang von Edi Glieder ein "dürftiges Offensivspiel" und "viel Leerlauf" bemängelte. Dennoch wäre in der Nachspielzeit fast noch der Ausgleich gefallen, da ärgerte sich auch der auf der Tribüne mitfiebernde Ex-Pasching-Trainer Georg Zellhofer.
Erster Saisonsieg für Salzburg
Der SV Salzburg durfte nach dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte und viel Kritik nach der Einkaufstour im "Sommer-Schlussverkauf" (sieben Spieler wurden kurz vor Ablauf der Transferfrist geholt) aufatmen. Die Mannschaft von Lars Söndergaard ziert zwar unverändert das Tabellenende, hat aber nach dem ersten Saisonsieg den Anschluss geschafft. "Vielleicht kommen wir jetzt in einen Lauf", hofft Söndergaard, der aber auch zugab: "Wir hatten auch das nötige Glück, das uns zuletzt oft gefehlt hat."
"Mattersburg war bessere Mannschaft"
Das Schlusslicht profitierte aber auch von einer schwachen Chancenauswertung von Mattersburg. "Wir waren die bessere Mannschaft und haben ein Tor aus dem Nichts bekommen. Das einzige, was wir uns vorwerfen können, ist, dass wir unsere Situationen nicht genützt haben", sagte Trainer Werner Gregoritsch. Kapitän Didi Kühbauer: "Wir haben ganz klar dominiert. Die Salzburger wissen selbst nicht, wie sie heute gewonnen haben. Sie sind aber hinten gut gestanden und wir haben die Chancen nicht genützt."
(APA/red)
