Formel 1: Ferrari igelt sich ein - Fortsetzung des Reifen-Streits
- Laut Jean Todt ist Protest gegen zu breite Reifen der Kokurrenz noch nicht vom Tisch
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Trotz des Schumacher-Sieges in Monza ist Ferrari offenbar nicht gewillt, im Reifen-Streit klein bei zu geben. Sportdirektor Jean Todt machte in Monza klar, dass man sich vorbehalte, notfalls auch nach der Saison gegen die angeblich zu breiten Michelin-Reifen der Konkurrenz zu protestieren. "Wir bevorzugen es, auf der Strecke zu gewinnen, aber wir halten uns diese Möglichkeit offen", bestätigte Todt bei einer Pressekonferenz.
Michelin hatte nach dem Ferrari-Protest für Monza in großer Eile neue Vorderreifen produziert um einer eventuellen Disqualifikation vorzubeugen. Patrick Head, Technischer Direktor des Williams-Teams hatte darauf hin in Italien wütend zur Diskussion gestellt, warum Ferrari 38 Rennen lang mit dem Protest gegen ein Reifen-Design, das Williams seit 2001 verwende, gewartet habe.
Aber bei Ferrari beginnt man sich diesbezüglich immer mehr einzuigeln. Selbst auf die Gefahr hin, erst auf dem Grünen Tisch zu gewinnen und damit der Formel 1 Schaden zuzufügen und später als Buhmann dazustehen.
"Nicht immer ist das, was für ein Team gut ist, auch gut für die Öffentlichkeit. Es ist ein beinharter Kampf und wir werden überlegen wie wir sicherstellen können, das beste Team zu sein", beharrte Todt. Sein etwas seltsamer Standpunkt: "Es ist leicht, Ferrari als Bösen Buben darzustellen. Aber Ferrari ist komplett isoliert. Wir sind in einem kleinen Dorf in einer italienischen Provinz."
(apa/red)
