Sonntag, 14. September 2003

Volleyball-EM: Italien holt sich zum fünften Mal den Titel

  • Frankreich in spannendem 5-Satz-Matz niedergerungen
  • Russland holt sich Bronze

Italiens Volleyballer haben sich am Sonntag zum fünften Mal den EM-Titel gesichert. Die Herren holten wie im Vorjahr ihre Landsfrauen bei der Damen-WM in der Berliner Max-Schmeling-Halle Gold, im hochklassigen und dramatischen Finale gelang dem dreifachen Weltmeister vor 8.800 Zuschauern ein 3:2 (18,-40,18,-27,9)-Triumph über den WM-Dritten Frankreich.

Beide Teams qualifizierten sich für den Weltcup im November in Japan, bei dem die ersten drei Mannschaften das Olympia-Ticket für 2004 in Athen buchen.

Russland holt Bronze
Russland entschied das "kleine Finale" mit 3:1 (11,-24:26,19,23) gegen Serbien und Montenegro für sich und wurde wie vor zwei Jahren in Tschechien Dritter. Im Spiel um den fünften Rang behielt Polen mit 3:0 die Oberhand über die Niederlande. Diese sechs Teams buchten zugleich die EM-Teilnahme 2005 in Italien und Serbien und Montenegro, alle anderen Mannschaften müssen in die Qualifikation.

Italien wieder auf Erfolgsspur
Für Italien war dieser Erfolg zugleich die Rückkehr in die Erfolgsspur, die im Vorjahr bei der WM in Argentinien als entthronter Titelverteidiger mit dem 5. Platz verloren gegangen war. Nur ein Olympiasieg fehlt noch in der Sammlung. In den 90-er-Jahren war bei Weltmeisterschaften der Titel-Hattrick 1990, 1994 und 1998 gelungen, dazu vier EM-Siege seit 1989 und drei zweite Plätze sowie acht erste Plätze in der Weltliga seit 1990. Ihren vor Sonntag letzten EM-Titel hatten die Azzurri übrigens vor vier Jahren in Wien errungen.

Der neue Trainer Gian Paolo Montali hat die Mannschaft in diesem Jahr unmittelbar vor Beginn der Weltliga (3. Platz) übernommen und wieder nach vorne gebracht. "Ich will meinen Volleyball spielen, das braucht Zeit. Erfolge werden nur mit Arbeit und nicht mit dem Zauberstab erzielt." Die Italiener blieben als einzige Mannschaft beim EM-Turnier unbesiegt. (apa)

14.9.2003 21:31