Kelly-Affäre: Britischer Verteidigungsminister muss erneut vor Ausschuss
- Auch Blairs Ex-Pressesprecher Campbell muss noch einmal aussagen
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Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon muss erneut vor dem Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Kelly-Affäre erscheinen. Dies wurde am Montag zur Eröffnung der zweiten Phase der richterlichen Untersuchungen in London mitgeteilt. Hoon soll am kommenden Montag (22. September) zu Widersprüchen im Verlauf der bisherigen Zeugeneinvernahmen befragt werden.
Auch Alastair Campbell, der frühere Pressesprecher von Premierminister Tony Blair, muss erneut vor dem Ausschuss aussagen.
Hoon war in Zusammenhang mit dem Streit um das Irak-Waffendossier der Regierung vorgeworfen worden, ihm zugeleitete Bedenken der Geheimdienste über den Inhalt des Dossiers verschwiegen zu haben. Auch hatte der Verteidigungsminister zugeben müssen, dass sein Ministerium möglicherweise "nicht genug" getan habe, um seinen Angestellten David Kelly zu schützen.
Kelly (59) hatte sich Mitte Juli das Leben genommen, nachdem sein Name in der Presse als Quelle für einen umstrittenen BBC-Bericht über die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein genannt worden war. In dem Bericht war der Regierung vorgeworfen worden, das Dossier vom September 2002 "aufgebauscht" zu haben. Auch Andrew Gilligan, Autor des BBC-Berichts, soll erneut vor dem Ausschuss erscheinen. Am Montag sollte BBC-Generaldirektor Greg Dyke vernommen werden.(APA/red)
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