Terror-Alarm in Düsseldorf: Flughafen ist wieder offen!
- Falscher Alarm: Es wurde kein Sprengstoff entdeckt
- Trotz Chaos brach keine Panik aus
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Mehrere telefonische Bombendrohungen haben den Düsseldorfer Flughafen am Sonntag für knapp sieben Stunden komplett lahm gelegt. Erst um 18.10 Uhr konnten die Sicherheitsbehörden Entwarnung geben. Eine Bombe war nicht gefunden worden. Zeitgleich konnte der Flugbetrieb komplett wieder aufgenommen werden, wie ein Sprecher des Flughafens mitteilte.
Zuvor waren Zentralgebäude, sämtliche Terminals, Parkhäuser, Rollfelder, Zu- und Abfahrtswege vorsorglich evakuiert und weiträumig abgesperrt worden.
Mit einer vollständigen Normalisierung der Lage rechnete ein Flughafensprecher allerdings erst für Montag. Um zu gewährleisten, dass alle für Düsseldorf vorgesehenen Flüge auch tatsächlich würden landen können, verfügte das Regierungspräsidium die Aufhebung des Nachtflugverbots. Laut BGS waren in der Telefonzentrale des Flughafens insgesamt sieben verschiedene Drohungen gegen Gebäude und konkrete Flugzeuge eingegangen. "Das haben wir äußerst ernst genommen", sagte Sprecher Wolfgang Heimann.
Einer der Anrufer habe erklärt, im Flughafen sei eine Bombe versteckt, die am Sonntagnachmittag detonieren werde. Mehrere hundert Beamte von Bundesgrenzschutz und Polizei durchsuchten daher von Mittag an mit Hilfe von Sprengstoffspürhunden das gesamte Flughafengelände. Betroffen waren auch der Fern- und der S-Bahnhof. Die Absperrungen führten rund um den Flughafen zu einem Verkehrschaos.
Bis zur Freigabe erster Landungen kurz vor 16.00 Uhr waren die meisten Flüge nach Köln/Bonn umgeleitet worden, wo mehr als 30 Maschinen mit rund 5.000 Passagieren außerplanmäßig niedergingen. Auch in Köln/Bonn hatte es am Samstagabend eine Bombendrohung gegeben. Evakuierungen waren aber nicht nötig, lediglich der Sicherheitsstandard wurde erhöht. In Düsseldorf waren wegen der Rückreisewelle zum Ende der nordrhein-westfälischen Schulferien am Sonntag mehr als 64.000 Fluggäste erwartet worden.
Chaos aber keine Panik
Trotz des Chaos war von Panik aber keine Spur auf dem Flughafen: "Die Evakuierung war eine ganz ruhige Aktion", sagte Heidemarie Kamrath, die mit ihrem Ehemann Klaus um 12.30 Uhr für zwei Wochen nach Mallorca fliegen wollte. "Mir ist mein Leben lieber als ein Urlaub in Spanien", sagte Kamrath. Doch einige Passagiere hatten schon ein mulmiges Gefühl: "Wir hatten sehr große Angst, weil wir schon im Flugzeug von dieser Bombendrohung informiert worden sind", berichtete der Ratinger Heinz von Ameln, der um 12.00 Uhr mit Ehefrau und zehnjähriger Tochter nach elf Tagen Mallorca-Urlaub in Düsseldorf landete. (apa)
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