Mindestens 45 Afrikaner vor Südjemen ertrunken
- Von Schleppern gezwungen, über Bord zu springen
Mindestens 45 afrikanische Flüchtlinge, zumeist Somalier, sind vor der südjemenitischen Küste ertrunken. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte ein Boot rund 100 illegale Migranten im nordsomalischen Hafen Bossaso an Bord genommen. Doch Donnerstagnacht habe die Besatzung des Schiffes ihre Passagiere mit vorgehaltener Waffe gezwungen, 6 Seemeilen (11 km) vor der Küste bei Mukalla über Bord zu springen.
55 Menschen seien von jemenitischen Fischern gerettet worden, sagte ein Polizeioffizier. 18 andere seien am Freitag nur noch tot geborgen worden. Unter den Passagieren seien auch Äthiopier gewesen.
Seit Somalia 1991 in Chaos und Bürgerkrieg versank, haben immer wieder Somalier versucht, in überladenen Booten über den Golf von Aden in den Jemen zu gelangen. Nach jemenitischen Schätzungen sind dabei allein im vergangenen Jahr mindestens 900 Menschen ums Leben gekommen. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
