Freitag, 12. September 2003

Nordkorea bereit zu neuen Sechsergesprächen

  • Erst vor wenigen Wochen war letzte Runde geplatzt

Nordkorea ist nach einem Zeitungsbericht "grundsätzlich" bereit zu einer weiteren Runde der Sechs-Nationen- Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm. Pjöngjang habe Russland und andere, an den Verhandlungen beteiligte Länder darüber informiert, dass eine zweite Gesprächsrunde Anfang November in Peking stattfinden könne, berichtete die japanische Zeitung "Kyodo News" am Freitag.

Zuvor habe der russische Präsident Putin dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il in einem persönlichen Brief geraten, keine "provozierenden" Maßnahmen zu ergreifen. Die erste Runde der Sechs- Nationen-Gespräche in Peking waren Ende August ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Nordkorea erklärte im Anschluss, alle weiteren Gespräche zur Lösung des Atomstreits seien "sinnlos". An den Beratungen nahmen die USA, Nordkorea, Südkorea, Russland, Japan und China teil.

Am Montag sagte der nordkoreanische Botschafter in Moskau, Pjöngjang sehe "keinen Grund" für weitere Gespräche mit den USA über sein Atomprogramm. Da die Regierung in Washington versuche, Nordkorea "vollständig zu entwaffnen", sei die kommunistische Führung zum Ausbau ihrer "atomaren Abschreckung" gezwungen. Die USA verdächtigen Nordkorea, sein Atomprogramm zum Bau von Atomwaffen zu nutzen, und sehen in dem kommunistisch regierten Staat eine Gefahr für die gesamte Region. (APA/red)

12.9.2003 08:34