Fähre gekentert: 160 Passagiere vor Italien gerettet!
- "Moby Magic" lief vor Sardinien auf Grund und voll Wasser
- Ein Passagier fiel bei Rettung ins Wasser, blieb aber unverletzt
160 Passagiere gerettet! Nach einem Wassereinbruch im Maschinenraum ist am Donnerstagabend eine italienische Fähre vor der Küste Sardiniens evakuiert worden. Die aus Livorno kommende "Moby Magic" hatte offenbar bei der Anfahrt auf den Hafen von Olbia Grundberührung gehabt.
Die Fähre trieb mit Schlagseite rund drei Meilen vor Porto Cervo an der Costa Smeralda, wie ein Sprecher des Hafens von Olbia mitteilte. An Bord des Schiffes waren 160 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Ein Passagier fiel bei der Evakuierungsaktion ins Wasser.
Der Schiffsfotograf Massimo Panebianco berichtete telefonisch, alle Passagiere hätten einen Schreck bekommen, als das Schiff kurz auf Grund gelaufen sei. "Wir dachten, wir gehen unter. Das hätte auch schlimmer ausgehen können", sagte er. Die Lage sei aber insgesamt sehr ruhig gewesen, als die Menschen die Rettungsboote bestiegen. Der Kapitän, Gianfranco Cutugno, sagte, er könne nicht ausschließen, dass es einen Fehler bei der Anfahrt auf den Hafen gegeben habe.
Der Reederei Moby Lines gehörte auch die Fähre "Moby Prince", die 1991 mit einem Öltanker kollidiert und in Brand geraten war. Damals starben 143 Menschen. Nur eine Person überlebte. (APA/red)
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