Mittwoch, 10. September 2003

Urlauber im Visier des Terrors: Bali trauerte um 202 Tote

  • Am 12. Oktober 2002 erschütterten Explosionen das Urlauberparadies

Der blutige Terror im Urlauber-Paradies schockte am 12. Oktober 2002 die ganze Welt: Auf der indonesischen Ferieninsel Bali explodierten zwei Bomben - 202 Menschen starben; die meisten Opfer waren Touristen. Am ersten Jahrestag nach dem feigen Anschlag gedachten 2.000 Trauergäste der Opfer.

Die meisten Anschlagsopfer waren Urlauber, darunter 88 Australier. Auch sechs deutsche Touristen kamen ums Leben, als am 12. Oktober 2002 kurz vor Mitternacht zwei gewaltige Bomben nur 50 Meter voneinander entfernt vor zwei Nachtclubs des Urlauberorts Kuta explodierten.

Die Gedenkfeiern wurden von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet. Einen Tag vor dem Jahrestag gab es Warnungen vor neuen Terroranschlägen radikaler Muslims in Indonesien.

In einer Prozessserie wurden drei Drahtzieher der Anschläge von Bali zum Tode verurteilt. Ein weiterer Haupttäter erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Die Verurteilten gehören der radikal-islamischen Gruppe Jemaah Islamiyah an, die auch Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden unterhalten soll.(apa)

10.9.2003 07:57