Dienstag, 9. September 2003

Jetzt haben wir´s Schwarz auf Weiß: Wer keinen Job hat, stirbt früher

  • Sozialbericht der EU über Arbeitslosigkeit: Todesrisiko ist 5x höher als bei Menschen mit guten Jobs

Wer hätte das gedacht - eine Studie, die die EU-Kommission präsentierte, besagt: Wer keinen Job hat, stirbt früher! Genauer gesagt haben Arbeitslose laut Experten ein fünf Mal höheres Sterberisiko als Menschen in einer stabilen Beschäftigung. Und wie sieht die beste Lebensversicherung aus? Das sind gut bezahlte und gut organisierte Arbeitsplätze.

Im Schnitt habe sich die Lebensdauer der EU-Bürger seit den Sechzigern um acht Jahre verlängert, geht aus dem Bericht über die soziale Lage hervor.

In Europa sei die Bedeutung der Gesundheit und der damit verbundenen Tätigkeiten laufend gewachsen. Inzwischen arbeiten fast zehn Prozent aller Beschäftigten in diesem Sektor, zwei Mio. Arbeitsplätze, das waren 18 Prozent aller neuen Stellen, entstanden von 1997 bis 2001. Allerdings leide der Sektor wie seine Patienten an der allgemeinen Überalterung: In sieben EU-Staaten seien 40 Prozent der Krankenpfleger bereits über 45 Jahre alt. Hier müssten rasch Nachwuchskräfte gefunden werden. Einwanderung könne in diesem Zusammenhang nur eine kurzfristige Lösung bieten, heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission.

Interessante Österreich-Zahlen
Aus dem Bericht geht hervor, dass Österreich den höchsten Anteil an Krankenhauspatienten hat (Daten aus 1998) und mit 117 Verkehrstoten je Mio. Einwohner über dem EU-Schnitt von 104 Toten liegt. Die meisten Arbeitsunfälle je 100.000 Erwerbstätigen gibt es in der Fischerei (9.810) gefolgt vom Baugewerbe (7.579) und der Land-, Jagd- und Forstwirtschaft (6.669).(apa)

9.9.2003 14:11