Schwere Fluten in Nigeria: 100.000 obdachlos
Flutkatastrophe in Nigeria: Durch schwere Überschwemmungen sind mindestens 100.000 Menschen obdachlos geworden. Häuser und Ackerland wurden zerstört, als der Fluss Kaduna im Norden des Landes nach heftigen Regenfällen am Samstag über die Ufer trat, wie ein Regierungssprecher am Montag sagte.
Mindestens 100.000 Menschen hätten ihr Heim verloren, der Sachschaden sei noch unklar, sagte der Sprecher. Die Regierung sei "schockiert" vom Ausmaß der Zerstörung. Es sei die schwerste derartige Naturkatastrophe in Nigeria seit mindestens 20 Jahren.
Im Atlantik wütet unterdessen ein neuer Hurrikan. Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte, legte der Wirbelsturm "Isabel" am Montag an Kraft zu und zog in Richtung Karibik. Am Morgen (Ortszeit) lag sein Zentrum noch 2.170 Kilometer östlich der Kleinen Antillen. Die Windgeschindigkeiten erreichten 165 Kilometer pro Stunde mit steigender Tendenz. "Isabel" ist der vierte Hurrikan der diesjährigen Saison, die am 1. Juni begonnen hat.
Der Kurs von "Isabel" ähnelt bisher dem des Hurrikans "Fabian", der am Freitag die Bermuda-Inseln heimgesucht und dort vermutlich vier Menschenleben gefordert hatte. "Fabian" zog am Montag weiter in den Nordatlantik und bedrohte dort wichtige Schifffahrtsrouten. Sein Zentrum lag am Morgen 440 Kilometer östlich von Neufundland, von wo er mit deutlich abgeschwächter Windgeschwindigkeit Richtung Island weiter zog. (APA/red)
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