Mao-Separatisten rebellieren: Anschläge und Journalistenmord in Nepal
- Bürgerkrieg hat bereits 7.000 Todesopfer gefordert

In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ist bei einer Anschlagsserie am Montag ein zehnjähriger Junge getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Mindestens vier Sprengsätze seien vermutlich von maoistischen Rebellen gezündet worden, sieben Menschen seien bei den Explosionen verletzt worden. Die Anschläge wurden morgens auf vier Behördengebäude verübt. Die Polizei riegelte die Gebäude ab.
Ob Rebellen auch einen Journalisten der amtlichen Nachrichtenagentur Rastriya Samachar Samiti ermordeten, war zunächst unklar. Der Reporter Gyanendra Khadka wurde nach offiziellen Angaben im Dorf Melamchi auf einen Acker geführt, wo ihm die Kehle durchgeschnitten wurde. Das Motiv für die Tat vom Sonntag war unklar.
Bei Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen wurden am Sonntag bei mehreren Zwischenfällen mindestens zehn Rebellen, drei Soldaten und ein Polizist getötet. Ziel der Rebellen ist die Abschaffung der konstitutionellen Monarchie und die Errichtung eines sozialistischen Staates.
Der Bürgerkrieg hat bisher mehr als 7.000 Menschen das Leben gekostet. Die Rebellen hatten die seit sieben Monaten andauernde Waffenruhe Ende August für beendet erklärt. Die Regierung wies die Sicherheitskräfte daraufhin an, gegen die Rebellen vorzugehen. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
