Tirol 2003: Ein großes Wahlkampf-Thema ist Transit
- VP setzt auf bewährte Themen
- FP und Grüne wettern gegen Van Staa
·Die Parteien
ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne treten an
Der Tiroler Landeshauptmann und VP-Obmann Herwig van Staa kann sich nach der kommenden Landtagswahl eine Fortführung der Koalition mit den Sozialdemokraten vorstellen. Als Wahlziel formulierte er das Erreichen der absoluten Mehrheit. Im Wahlkampf selbst setzt die Tiroler VP auf bewährte Themen, um die Gunst der Wähler zu erwerben.
Im Mittelpunkt stehe die Daseinsfürsorge bzw. die Sicherung des sozialen Systems, erklärte Van Staa. Weitere Schwerpunkte seien der Transit, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und damit verbunden die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der Umweltschutz.
Als Wahlkampfthemen der Tiroler SP nannte Spitzenkanidat und LHStv. Hannes Gschwentner Verkehr, Arbeit und Wirtschaft sowie Soziales. Tirol müsse als sensible Zone ausgewiesen werden, Gesundheit müsse vor dem freien Warenverkehr stehen und der Brennerbasis-Tunnel müsse errichtet werden. Weiters forderte Gschwentner die rasche Umsetzung eines Personennahverkehrskonzeptes. Für die SPÖ stehe "der Mensch im Mittelpunkt und nicht die Gewinnmaximierung einzelner Großbetriebe", betonte der Tiroler Spitzenkandidat.
Für den FP-Landesparteivorsitzenden LAbg. Willi Tilg geht es nicht um bestimmte Themen, vielmehr handle es sich um einen "Lagerwahlkampf". Tilg vermisse die "starke Stimme" Van Staas. Dieser habe nur Gesetze verordnet, die noch vor ihrer Umsetzung außer Kraft gesetzt worden seien, kritisierte der FP-Spitzenkandidat im Hinblick auf das umstrittene Sektorale Fahrverbot auf der A 12 Inntalautobahn. Die Gesundheit der Menschen sei "verschleudert" worden. Anstatt bei den Themen Transit oder Müll "Zeichen" zu setzten, sei "schwerwiegend versagt" worden.
Die Tiroler Grünen um Spitzenkandidat und Klubobmann LAbg. Georg Willi führen einen Wahlkampf gegen die "schwarze Übermacht" und das "Schreckgespenst Van Staa". Außerdem sprechen sich die Grünen gegen das Land als Handelsware aus und fordern einen "Tourismus mit Qualität und fairen Arbeitsbedingungen". Kritik am Sozialhilfegesetz und der Generationsstreit zählen ebenfalls zu den "grünen" Wahlkampfthemen. (apa, red)
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