Tiroler Landtagswahlen: 470.000 am 28.9. an den Urnen
- Kann die ÖVP die absolute Mandatsmehrheit zurückerobern?
·Die Parteien
ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne treten an
·Ohne 'Absolute'
Tirol: Seit 1999 regiert VP mit SP
·Tiroler Landtag
Sitzverteilung nach der Wahl 1999
·Blaues Debakel
NEWS-Umfrage vor Wahl in Tirol & OÖ!
·Tirol-Wahl
Herwig van Staa will VP-Absolute
Am 28. September entscheiden rund 470.000 Tiroler über die Verteilung der 36 Sitze des Tiroler Landesparlamentes. Mit Spannung wird erwartet, ob die Volkspartei - nach dem Landtagswahlergebnis in Niederösterreich - auch in Tirol die absolute Mandatsmehrheit zurückerobern kann.
Mit 47,23 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen war die Volkspartei 1999 - noch unter Wendelin Weingartner - auf einen historischen Tiefststand gerutscht, auch wenn sie weiter mit Abstand die stärkste Partei des Landes ist. Nach dem Erreichen von 18 der 36 Mandaten und damit dem Verlust der absoluten Mandatsmehrheit wurde eine Koalitionsregierung mit der SPÖ gebildet.
Van Staa folgte Weingartner
Mitten in der Legislaturperiode erfolgte nach monatelangen parteiinternen Querelen und der Ablöse des "logischen" Weingartner-Nachfolgers Ferdinand Eberle der Wechsel von Weingartner auf Herwig van Staa (61). Der Schwiegersohn des legendären Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer musste sich in seiner bisherigen Amtszeit vor allem mit dem Dauerbrenner Transitverkehr befassen.
Wie bei der ÖVP gab es auch bei der SPÖ einen Wechsel an der Parteispitze. LHStv. Hannes Gschwentner (45) löste nach kurzer, aber heftiger parteiinterner Diskussion Herbert Prock ab, der mittlerweile aus beruflichen Gründen nach Südamerika "ausgewandert" ist. Der für Umweltschutz zuständige Gschwentner nannte bisher als eines seiner Hauptziele im Wahlkampf, die VP-Absolute zu verhindern. Bei der Landtagswahl 1999 hatten die Sozialdemokraten 21,77 Prozent oder acht Mandate erreicht.
Massive Verluste für die FPÖ?
Einen fixen Platz in den Schlagzeilen hatten die Freiheitlichen in den vergangenen Monaten immer dann, wenn es um parteiinterne Auseinandersetzungen ging. Der jetzige Parteichef Willi Tilg (46) wechselte ebenfalls in der laufenden Legislaturperiode an die FP-Spitze. Er löste den mittlerweile aus der FPÖ ausgeschlossenen LAbg. Christian Eberharter ab, der heute dem Landtag als "fraktionsloser" Mandatar angehört. Aus den Turbulenzen kam Tilg freilich bis zuletzt nie heraus. Kritiker wurden aus der Partei ausgeschlossen. Mittlerweile glaubt auch die FP-Spitze, dass bei der Landtagswahl mit (massiven) Verlusten zu rechnen ist. Bei der Landtagswahl 1999 hatten die "Blauen" noch sieben Sitze erreicht.
"Kontinuität" in der Frage der Parteispitze haben lediglich die Grünen bewiesen: Sie gehen wieder mit Parteichef und Klubobmann Georg Willi (44) ins Rennen. 1999 konnten sie mit hauchdünner Stimmenmehrheit ein drittes Mandat halten. (apa, red)
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