Montag, 8. September 2003

OÖ-Wahlen: Heuer um 46.000 mehr Wahlberechtigte

  • Rund 103.000 Oberösterreicher gehen erstmals zur Urne

Bei der Landtagswahl am 28. September in Oberösterreich sind diesmal um fast 46.000 mehr Bürger wahlberechtigt als bei der letzten Wahl im Oktober vor sechs Jahren. Rund 103.000 davon sind so genannte Erstwähler. Das fand die Abteilung Statistik des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung bei einer Analyse des aktuellen Wählerverzeichnisses heraus.

Bei der Landtagswahl sind insgesamt 1,019.488 Personen wahlberechtigt, um 45.738 Personen oder 4,7 Prozent mehr als vor sechs Jahren. Die Frauen sind dabei in der Mehrheit: Sie stellen 530.540 Wahlberechtigte, die Männer 488.948. Die Zahl der Erstwähler - im Alter zwischen 18 und 23 Jahren - beträgt heuer rund 103.200, wobei die Männer mit 53.000 gegenüber den Frauen - 50.200 - überwiegen. Als Jungwähler können noch die 62.800 Personen im Alter zwischen 24 und 27 angesehen werden. Hier beträgt das Verhältnis zwischen Männern und Frauen 32.000 zu 30.800.

Bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahl sind 1,031.228 Personen wahlberechtigt, darunter befinden sich 11.883 EU-Bürger. Die Aufteilung nach Geschlechtern ergibt 536.894 Frauen und 494.334 Männer.

Zwei Kuverts beim Urnengang
Die Wählerinnen und Wähler werden beim Urnengang zwei Kuverts einzuwerfen haben: ein gelbes mit einem Stimmzettel derselben Färbung für die Landtagswahl und ein weißes mit dem - weißen - Stimmzettel für den Gemeinderat und einem rostfarbenen für den Bürgermeister. In jenen Gemeinden, wo keiner der Bürgermeisterkandidaten eine 50-Prozent-Mehrheit erhält, finden am 12. Oktober die Stichwahlen statt.

Für EU-Bürger ohne österreichische Staatsbürgerschaft, die ihren Hauptwohnsitz in Oberösterreich haben, gilt eine Sonderregelung: Sie können sich an der Gemeinderats- und der Bürgermeisterwahl beteiligen, nicht aber an der Landtagswahl. Diesen "Unionsbürgern" empfehlen die Experten der Landeswahlbehörde, sich schon jetzt bei der Gemeinde zu erkundigen, ob sie in der dortigen Wählerevidenz aufscheinen.

Briefwahl und Wahlkarte
Eine Briefwahl für den 28. September ist nicht möglich. Auch das Wählen mit einer Wahlkarte wird es nur eingeschränkt und nur unter ganz bestimmten Auflagen geben, auch hier die Empfehlung der Experten: Sich nicht auf eine Wahlkarte verlassen sondern nach Möglichkeit so planen, dass man am 28. September von seinem Stimmrecht im zuständigen Wahllokal Gebrauch machen kann.

Die Wahllokale werden am 28. September voraussichtlich spätestens um 16.00 Uhr schließen. Der Wahlschluss kann zwar von jeder Gemeinde autonom festgelegt werden, es dürfte aber bei 16.00 Uhr bleiben. (apa, red)

8.9.2003 11:32