Freitag, 12. September 2003

Haider fordert erneut: Steuerreform vorziehen!

  • Junktimierung mit Pensionsreform angedeutet
  • "Bei Parteiobmann Haider kein Finanzminister Grasser mehr"

Der Kärntner Landeshauptmann Haider drängt nun wieder auf ein Vorziehen der Steuerreform und stellt auch eine Junktimierung mit der Pensions-Harmonisierung in den Raum. In einem Interview sagt Haider, "das werden wir erst sehen", ob die Steuerreform nicht vorgezogen werde.

Die Steuerreform komme ebenso wie die Harmonisierung der Pensionssysteme "im Herbst in die parlamentarische Zielgerade", meint Haider in den "Salzburger Nachrichten". "Die FPÖ hat in dieser Phase genügend Möglichkeiten, dem Koalitionspartner deutlich zu machen, dass er, wenn er das eine will, das andere ermöglichen muss", deutet er ein mögliches Junktim an. Und auf die Frage, ob damit im Herbst die Stunde der Wahrheit kommt, sagt Haider: "Wenn die FPÖ bei der Wahrheit bleiben will!"

Haider beklagt in dem "SN"-Interview neuerlich das Verhalten der ÖVP gegenüber der FPÖ und deren Obmann Haupt. Auf die Frage, wann reißt Ihnen die Geduld, sagt der Landeshauptmann: "Das wird der Parteiobmann bestimmen. Man soll ihn nicht unterschätzen. Man hat ihn in den letzten Tagen so zum Hampelmann gemacht und so lächerlich gemacht, dass man auch damit einmal rechnen muss, dass er auch persönlich betroffen ist.

Es wird im Herbst genügend Möglichkeiten geben, dem Koalitionspartner diese Frage zu stellen. Ich glaube, dass der Bundeskanzler die Rechnung ohne Wirt macht. Man kann den Haupt eine Zeit lang lächerlich machen, aber irgendwann . . ." Wenn er Parteiobmann wäre, gäbe es zumindest keinen Finanzminister Grasser mehr, sagte Haider.

(apa)

12.9.2003 22:19