Baumgartner Höhe: Wurden Patienten gequält?
- Magenspülung mit Tierkohle und Drohung mit Sex-Missbrauch?
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Wurden auch Patienten der Psychiatrischen Abteilung auf der Baumgartner Höhe in Wien gequält? Laut einer Krankenschwester soll bei einer Patientin eine Magenspülung mit Tierkohle durchgeführt worden sein - zur "Abschreckung", weil sie so oft eingewiesen worden war. Ein Arzt soll zudem einem Patienten mit sexuellem Missbrauch gedroht haben.
Die Vorfälle sollen sich im Pavillon der 5. Psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses Baumgartner Höhe abgespielt haben. Das berichtet die Tageszeitung "Kronen Zeitung" (Samstag-Ausgabe) unter Berufung auf eine Krankenschwester. Ein Oberarzt soll bereits am 29. Jänner 2002 Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann um externe Kontrolle ersucht haben.
Einer "minderbegabten" Patientin sei als Strafe wegen der Kosten für ihre insgesamt 55 Einweisungen von einem Arzt "zur Abschreckung" eine Magenspülung mit Tierkohle "verpasst" worden, wird in dem Artikel die Aussage der Krankenschwester zitiert.
Der Vorgesetzte dieses Mediziners soll laut der Informantin einem Patienten mit sexuellem Missbrauch gedroht haben, heißt es. Dabei hätte der aufsässige Pflegling zu einem "nicht ungefährlichen" Mann ins Gitterbett gesperrt werden sollen. "Dabei wird's ihm schon vergehen", soll der Arzt bemerkt haben.
(apa/red)
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