Teure Gesundheit: Reiche sollen künftig mehr zahlen
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Die Krankenkassen brauchen Geld. Gesundheit wird immer teurer, immer öfter wird die Frage gestellt: Woher soll das Geld kommen? "Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage", heißt es in dem Forderungspapier von Österreichs mächtigen Krankenkassen unter der Rubrik "Einnahmenseitige Maßnahmen" im Wortlaut dazu, berichtet FORMAT in seiner neuen Ausgabe.
Konkret, so sind sich die Gebietskrankenkassen-Chefs zwischen Bregenz und Eisenstadt einig, sollen künftig jene bundesweit 359.000 Beitragszahler verstärkt zur Kasse gebeten werden, deren Bruttomonatseinkommen über 3.360 Euro liegt.
Zur Erklärung: Bisher wurden aufgrund dieser Höchstbemessungsgrundlage selbst Spitzenverdiener mit höchstens 600 Euro pro Monat belastet, nun sollen die Beiträge nach Einkommen gestaffelt angehoben werden.
"Es ist doch logisch, dass die Besserverdiener auch stärker belastet werden müssen", so der Grundtenor in den Länder-Kassen. Über die Dimension der Mehrbelastung soll innerhalb der nächsten sechs Monate beraten werden. Doch über den Zeitpunkt seines Inkrafttretens sind sich die Kassenobmänner längst einig - Anfang 2005.
Und auch wenn Beitragserhöhungen für die schwarz-blaue Koalition derzeit alles andere als politisch opportun wären - kalt lächelnd hinwegsetzen wird sich die schwarze Ressortchefin Rauch-Kallat über das Forderungspaket der SP-dominierten Krankenkassen wohl kaum können: Immerhin ist sie im Rahmen ihrer groß angelegten Gesundheitsreform auf den guten Willen der selbstverwalteten Kassen angewiesen. Grünen-Gesundheitssprecher Kurt Grünewald, resignativ: "Die Kassen sind ein Staat im Staat, an dem keiner vorbeiregieren kann."
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