Unis in Gefahr: Opposition fordert Notprogramm für Unis
- 100 Millionen Euro Sofort-Hilfe sind Notwendig
Sofortmaßnahmen für das laufende Jahr in Höhe von 100 Millionen Euro für die Universitäten und den Wissenschaftsfonds FWF fordern die Oppositionsparteien von Bildungsministerin Gehrer in einem Entschließungsantrag. Dieser soll bei der Nationalratssitzung am 24. September eingebracht werden, kündigten die Wissenschaftssprecher von SPÖ und Grünen, Josef Broukal und Kurt Grünewald, am Mittwoch an.
Unis und FWF haben in den vergangenen Monaten wiederholt massive Budgetkürzungen gegenüber dem Vorjahr beklagt. Auf Grund der Budgetknappheit würden an den Unis Lehrveranstaltungen abgesagt, Institute müssten Bettelbriefe an Bürobedarfsgeschäfte schreiben, die Uni Wien verzichte auf's Fensterputzen, die notwendige Sanierung von Uni-Bauten sei budgetär nicht bedeckt, zählten Grünewald und Broukal Missstände auf.
Gleichzeitig stecke der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent geringeren Budget in einer verzweifelten Lage. Dies bedeute nicht nur, dass neue Forschungsprojekte nicht bewilligt werden können, sondern auch, dass 500 bis 600 Forschungsstellen für junge Wissenschafter in Gefahr seien. Diese würden ins Ausland abwandern, wenn sie in Österreich nicht arbeiten können, sagte Broukal.
Das 100-Millionen-Euro-Notpogramm bezeichnete der SPÖ- Wissenschaftssprecher als "bescheidene Forderung". 35 Millionen davon sollten an den FWF gehen. Von den übrigen 65 Millionen Euro sollten die 18 Universitäten einen Sockelbetrag von jeweils 1,2 Millionen Euro erhalten, der Rest nach Anzahl der Hörer verteilt werden. (apa)
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