Mittwoch, 10. September 2003

300 Ampeln streikten! Computer-Chaos in Wien repariert

  • Rechner der Verkehrsleitzentrale defekt, Tausende kamen zu spät zur Arbeit
  • PLUS: Verkehrs-Cams - wo´s derzeit staut!

Stau-Chaos, Teil II: Bereits den zweiten Tag in Folge streikten am Mittwoch 300 Ampel-Anlagen in Wien! Die Folge: Mega-Stau - der durch den Regen auch noch verschlimmert wurden. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Der Defekt an einem der drei Computer der Verkehrsleitzentrale, der 1.200 Ampeln steuert, wurde gegen 13 Uhr behoben.

Der Ausfall eines Verkehrsrechners führte in weiten Teilen Wiens zum Verkehrszusammenbruch Vor insgesamt 300 unkoordinierten Ampelanlagen - verteilt über die ganze Stadt - war laut ÖAMTC ein Weiterkommen für die Autofahrer nahezu unmöglich.

Betroffen von den Staubildungen waren u.a. abschnittsweise die Südost-Tangente (A23) im gesamten Verlauf, die Ostautobahn (A4) ab der Schrägseilbrücke oder auch die Donauufer Autobahn (A 22) im Bereich der Nordbrücke bzw. ab dem Kaisermühlen Tunnel in Richtung zur A23. Mit Ausnahme der Brigittenauer Brücke waren alle Donaubrücken stadteinwärts komplett überlastet, ebenso nur im Schritttempo ging es auf dem Gürtel, dem Franz-Josefs-Kai und am Praterstern vorwärts.

Fehler um 13 Uhr behoben
Gegen 13.00 Uhr konnte die Anlage gestartet werden, teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Ein Hardware-Defekt hatte seit Dienstag früh zu Störungen in der Steuerung von etwa einem Viertel der Wiener Ampeln geführt.

Ein Hardwarefehler bei einem der drei Verkehrsrechner hatte dazu geführt, dass am Mittwoch wie schon am Vortag Dutzende Ampeln in ganz Wien verrückt spielten. Rund 290 Anlagen waren betroffen, was zu massiven Verkehrs-Beeinträchtigungen auf nahezu allen wichtigen Hauptverbindungen führte. Das Regenwetter verschärfte die Probleme zusätzlich.

Etwa 50 Beamten mussten am Vormittag ausrücken, um den Verkehr händisch zu regeln und Kreuzungsplateaus freizuhalten, sagte Anton Sukdolak, der Chef der Verkehrsleitzentrale der Wiener Polizei. Zusätzlich kämpfte die Polizei mit dem höheren Verkehrsaufkommen wegen des Regens und undisziplinierten Lenkern, die Kreuzungen verstellten und das Chaos noch verschlimmerten.
(apa/ red)

10.9.2003 09:36