Waldarbeiter wegen Brandstiftung verurteilt
- Zwei Wochen lang stand Erzberg in Flammen
- Zusätzliche Verurteilung wegen Körperverletzung
Zwölf Monate Haft, davon vier Monate unbedingt, so lautete am Dienstag das Urteil gegen einen 29 Jahre alten Forstarbeiter am Landesgericht Klagenfurt. Der Mann hatte im März einen riesigen Waldbrand am Erzberg bei Bad Bleiberg im Bezirk Villach ausgelöst. Zusätzlich wurde er auch wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, er hatte bei einer Rauferei einen Kontrahenten niedergeschlagen.
Zwei Wochen lang stand der Erzberg in Flammen, weil der 29-Jährige am 18. März auf einem Forstweg Papier angezündet hatte und weggegangen war, ohne die Flammen zu löschen. Bis zu 180 Feuerwehrmänner kämpften wochenlang gegen den Waldbrand, zeitweise mussten 50 Pioniere des Bundesheeres zur Unterstützung ausrücken. Auch Hubschrauber und Löschflugzeuge flogen tagelang Einsätze von Tagesanbruch bis zu fast völliger Dunkelheit.
Der Forstarbeiter war aber nicht nur wegen fahrlässiger Brandstiftung, sondern auch wegen Körperverletzung angeklagt, ein Feuerwehrmann war während des Einsatzes schwer verletzt worden.
Ein weiterer Anklagepunkt war eine Rauferei am Hauptbahnhof Klagenfurt. Der Arbeiter war an jenem Tag, als er das Feuer verursacht hatte, mit dem Zug nach Klagenfurt gefahren. Am Bahnhof kam es mit einem Bekannten zu einem Gespräch über den Waldbrand. Der 29-Jährige geriet mit seinem Kontrahenten in Streit, schlug ihn nieder und verletzte ihn dabei schwer.
Insgesamt wurden bei dem Feuer 25 Hektar Wald vernichtet, der Schaden für den Besitzer, die Österreichischen Bundesforste, wurde mit 200.000 Euro beziffert. Vor Gericht zeigte sich der Forstarbeiter einsichtig und gab sein Fehlverhalten zu, der Schöffensenat verhängte schließlich eine teilbedingte Strafe. (APA/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
