Dienstag, 9. September 2003

Keine Mängel bei Austro-€-Fighter: Minister Platter verteidigt Jets

  • Nationalräte wollten Einsicht in Mangel-Bericht, blitzen aber beim deutschen Rechnungshof ab

Nein, Österreichs Eurofighter sind nicht flügellahm: Der Mangelbericht vom deutschen Rechnungshofsbericht beziehe sich nicht auf die Austro-Jets, verteidigt Verteidigungsminister Platter (V) die Abfangjäger. Er verwies darauf, dass die erste Tranche der Jets bewertet worden sei, Österreich werde aber Maschinen aus der zweiten Tranche bekommen.

Er sprach auch von "Notwendigkeiten bezüglich Einführung und Abnahme" der Maschinen in Deutschland: "Bevor es eingeführt wird, müssen die Formalitäten erledigt werden."

Prinzipiell könne er zu einem Bericht, den er nicht kenne, aber nicht Stellung nehmen, so Platter. Er habe auch keine Möglichkeit, den Rohbericht des deutschen Bundesrechnungshofes (BRH) zu bekommen. Inhaltlich meinte er lediglich, das Flugzeug sei "im tiefsten Winter schon in Norwegen geflogen" worden. In dem BRH-Bericht heißt es, der Eurofighter könne bei Temperaturen unter fünf Grad und Nebel nicht starten.

Die Notwendigkeit für einen Ausstieg aus dem Vertrag sieht Platter jedenfalls "überhaupt" nicht, wie er betonte. Er wies auch die Darstellung zurück, mit dem Einstiegspaket werde das Flugzeug in Österreich erst erprobt: "Mit Sicherheit sind wir nicht das Versuchskaninchen." (APA/red)

9.9.2003 11:09