Wenig Alkohol gut - Viel Alkohol schlecht
Griechische Studie: Ein bis zwei Gläser schützen vor Diabetes-Vorstufe
Wien (APA) - Die Dosis macht das Gift: Ein bis zwei Gläser Wein schützen eher vor der auch Herz-gefährlichen Diabetes-Vorläuferstufe "metabolisches Syndrom", drei bis vier Gläser pro Tag sind schon um 81 Prozent gefährlicher als kein Alkohol. Das hat der der griechische Herzspezialist Dr. Demosthenes Panagiotakos von der kardiologischen Klinik der Universität Athen herausgefunden.
Der Wissenschafter und seine Mitarbeiter analysierten - so ihr Vortrag am Sonntag beim Europäischen Kardiologenkongress in Wien - die Daten von 1.128 Männern zwischen 18 und 87 Jahren und von 1.154 Frauen im Alter von 18 bis 89 Jahren, die nicht herzkrank waren. Dabei stellte sich heraus, dass 24,6 Prozent von ihnen an einem metabolischen Syndrom litten.
Es besteht zumeist aus Bluthochdruck, zu viel Cholesterin im Blut und erhöhten Blutzuckerwerten. Hinzu kommt zumeist auch noch Übergewicht. Oft geht dieses Zustandsbild später in eine echte Zuckerkrankheit über und bedeutet auch ein Herzrisiko.
Im Vergleich zum Alkoholkonsum der Testpersonen zeigte sich folgender Zusammenhang: Ein bis zwei Gläser Wein (100 bis 200 Milliliter, also höchstens ein Fünftel Liter) brachten ein um 16 Prozent geringeres Risiko für ein metabolisches Syndrom, drei bis vier Gläser allerdings führen schon zu einer um 81 Prozent erhöhten Gefährdung. Bei fünf Gläsern verdoppelte sie sich sogar.
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