Mittwoch, 3. September 2003

Ambros & Ambros: Das Ende vom Lied

  • Steht die Ehe von Wolfgang & Margit Ambros vor dem Aus?

Wolfgang Ambros. Nach A3-Kollege Rainhard Fendrich scheint nun auch die „Nummer 1 vom Wienerwald“ vor dem Ende der Ehe zu stehen. Margit soll ihren Wolferl nach 21 Jahren vor die Tür gesetzt haben. Kolportierter Grund: Friseurin Ingold, 32.

Wieder und wieder hat man das erlebt: Kreative Künstler verklausulieren in ihrem Werk ihre privaten Umstände derart mangelhaft, dass man nur noch den Reim finden muss,
um mitten in der Wahrheit zu sein. Als Wolfgang Ambros heuer im 51. Frühling die CD „Namenlos“ mit dem Nummer-eins-Hit „Wieder verliebt“ via Ö3 zur Aufführung brachte, witterten argwöhnische NEWS-Reporter schon die Story (siehe Faksimile u. r. und Text auf der übernächsten Seite). Wer wohl hatte den – nach allgemeinem Dafürhalten glücklich – Verehelichten derart entflammen lassen, dass er inbrünstig sang: „Doch er hätt nie gedacht, dass es für eam so was noch gibt, dass er sich wirklich und wahrhaftig und mit ganzer Kraft nomals verliebt …“

„Ich bin unschuldig.“ Auf NEWS-Nachfrage lachte er vor drei Monaten nur scheinheilig: „Mich hat’s nicht erwischt – ich schwör’s. Ich bin unschuldig!“ Und er reichte Gemahlin Margit das Handy weiter, auf dass sie frohgelaunt jeglichen Verdacht von ihm weise.

Vor zwei Wochen allerdings machte die Kunde die Runde, Margit habe dem ehelichen Wolferl die Tür des gemeinsamen Hauses in Preßbaum gewiesen. Von „dauernden Eskapaden“ war die Rede, die Streitparteien verweigerten jedes Interview. Sie, allein daheim, holte sich Mut beim Musikhören („I’ll Be Happy Now“ – nicht vom Herrn Gemahl), er auf Dreh fürs ZDF-„Sonntagskonzert“ im Tiroler Ellmau (zu sehen am 21. September). Nur ein Satz war dem Verstoßenen zu entlocken: „Es ist lieb, dass ihr euch Sorgen macht. Aber nicht ICH habe das Problem …“

Blume aus dem Gemeindebau. Rasch war ein vermeintlicher Trennungsgrund ausgemacht: Ingold St., 32 Jahre, gebürtige Leibnitzerin, seit zwei Jahren Coiffeurin in Wien. Während ihrer Grazer Schaffensperiode bei „Toni & Guy“ war sie mit EAV-Mann Klaus Eberhartinger liiert und legte ihrem Chef schon damals einen wesentlich prominenteren Austro-Popper als potenziellen Kunden und Werbeträger nahe: Wolfgang Ambros nämlich. Nach Verklingen des Duetts mit Eberhartinger fiel sie scharfsichtigen Steirern als emsige Ambros-Begleiterin in Lokalen und bei Konzerten auf. NEWS spürte die Haarkünstlerin im Salon „Strassl“ im mäßig mondänen 15. Wiener Gemeindebezirk auf. Mediengewandt weist sie im Exklusivinterview jeglichen Verdacht von sich: „Die Leute reden doch immer. Ich kenn den Wolfgang schon seit 15 Jahren. Und auch die Margit.“ Freunde des Paares, die ausdrücklich ungenannt bleiben wollen, bestätigen allerdings schon, dass Wolfgang Ambros weit mehr als ein guter Kumpel und treuer Kunde sein soll. Und Ingold St., um 16 Jahre jünger als die fesche Margit, gibt zumindest lachend zu: „Als ich nach Wien gekommen bin, hat mich der Wolferl schon gebeten, dass ich mich ein bisserl um ihn kümmere.“

Von der Reporterin zur Ehefrau. Vor 22 Jahren war die damalige Musikredakteurin des „Rennbahn-Express“ zum Interview mit ihrem Idol ausgerückt. Gegenstand war die LP „Augustin“, und die Reportage wuchs sich zum wichtigsten und wuchtigsten Kapitel im Leben des Wolfgang Ambros aus. „Drei Monate hindurch war der Wolferl daraufhin fast jeden Tag bei uns in der Redaktion. Eigentlich war er schon fast ein Mitarbeiter von uns.“ Ein Jahr darauf folgte die Hochzeit, dann Sohn Matthias und ein Leben mit Rock ’n’ Roll und Flower-Power. Margit erinnert sich: „Wolfgang hatte immer schon Ameisen im Hintern. Wir waren ständig unterwegs: das Haus in Griechenland, Disco, Berghütte in Tirol, eine Weltreise. Wir waren ständig auf Tour.“ Aller Groupie-Attacken zum Trotz galt diese Ehe allerdings als stabil. Vor zwei Monaten gab die 48-Jährige in „Woman“ ein sehr persönliches Interview. Gegenstand war das Geheimnis der nach wie vor intakten Beziehung, als A3-Kollege Rainhard Fendrich schon einem jüngeren Trennungsgrund erlegen war: „Es macht die Sache irgendwie spannend, wenn man nicht sagt ,Auf ewig dein‘, ohne je mehr rechts und links zu schauen. Diesen Heiligenschein haben wir eben beide nicht. Allerdings erkennen wir beide die Grenzen: Wenn wir gemeinsam alt werden wollen, müssen wir auch wieder auf unseren gemeinsamen Weg zurück.“

„Ich bin kein Heiliger.“ Darauf beharrte der Wolferl stets voll Männerstolz: „Natürlich hat’s stets Eskapaden gegeben.“ Margit entschied sich für die Strategie immer währender Gelassenheit, zeigte sich noch vor zwei Monaten großzügig: „Ich bin nicht nachtragend!“ (Faksimile links unten.) Nun staunen alle, die das Paar kennen, über das Ende der Langmut. Andrea Fendrich: „Noch vor kurzem hab ich die beiden total verliebt beim ,Supermodel‘-Contest in Schloss Hetzendorf erlebt: Bussi-Bussi und Handihalten. Ich war überzeugt: Da ist alles in bester Ordnung.“

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PLUS: Interview mit Friseurin Ingold St., 32, dem vermeintlichen Trennungsgrund
PLUS: „Wieder verliebt“: Hat ihn dieser Hit verraten?

3.9.2003 16:46