Mittwoch, 3. September 2003

Westenthaler in NEWS: "Haider wiederauferstanden"

  • Ex-FP-Klubchef zieht in NEWS 1 Jahr nach Knittelfeld Bilanz
  • "Wirkungslosigkeit der FP-Politik tut weh, aber gute Ansätze..."

In einem Interview für die neue Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS zieht Ex-FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler ein Jahr nach seinem Rücktritt Bilanz. Fazit: "Was wehtut, ist die derzeitige Wirkungslosigkeit freiheitlicher Politik." Allerdings ortet Westenthaler "in den vergangenen Wochen ein paar gute Ansätze" und zollt überraschenderweise auch dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider Anerkennung.

Westenthaler wörtlich: "Da gibt es ein paar, die auf dem richtigen Weg sind, die Glaub-würdigkeit wiederzugewinnen. Es ist auch nicht alles schlecht, was von Jörg Haider kommt. Ihm ist es - das muss man objektiv feststellen - gelungen, wiederaufzuerstehen. Und er hat mit manchen Themen wieder politische Reputation zurückgewinnen können. Der Ursprung zurück zum Kampf gegen die Privilegien ist sicher ein richtiger Ansatz. Ob’s für Wahlerfolge reicht, bleibt offen."

Den im Sommer offen ausgetragenen Konflikt um den FPÖ-Parteiobmann hält Westenthaler für zwischenzeitlich beigelegt. Westenthaler: "Ich zolle der Standfestigkeit Herbert Haupts großen Respekt (...) Er hat sich durchgesetzt. Mit der Entscheidung Haiders zur Wiederkandidatur in Kärnten (...) hat die Regierungsmannschaft ein weiteres halbes Jahr Zeit, sich zu beweisen." Aber: "Haider hat möglicherweise seinen Anspruch noch nicht aufgegeben und Herbert Haupt hat seinen Anspruch nicht aufgegeben. Das ergibt ein Patt, das sicher noch Monate dauern wird."

Ein politisches Comeback schließt Westenthaler, seit heuer Chef der Fußball-Bundesliga, - vorerst - aus: "Ich habe bis 2006 meine persönlichen Weichenstellungen getroffen und einen Super-Job, der mir Freude macht." Allerdings: "Man soll niemals nie sagen."

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3.9.2003 12:34