Mittwoch, 3. September 2003

Haider in NEWS: "Stehe sofort als FP-Chef zur Verfügung"

  • Kein Rückzug nach Kärnten: "Schüssel hat mich wachgeküsst"
  • Mehrheit glaubt an vorzeitiges Aus von Schwarz-Blau!

In neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erteilt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider Gerüchten, er ziehe sich aus der Bundespolitik nach Kärnten zurück eine deutliche Absage. Haider im NEWS-Interview: "Ich stehe weiter als FP-Obmann zur Verfügung, wenn es gewünscht ist. Aber ich dränge mich sicher nicht auf." Und: "Sollte es vor der Kärntner Landtagswahl passieren, wäre das eine zusätzliche Belastung." Anerkennung für Jörg Haider kommt jetzt überraschenderweise von Peter Westenthaler (siehe Kasten rechts).

Haiders Begründung, warum er sich Doppelfunktion in Kärnten und im Bund antun wolle: "Ich engagiere mich ja jetzt schon stark, wenn es in der Sache erforderlich ist. Es wäre dann auch nicht viel anders, wenn ich es auch formal machen würde."

"Schüssel hat mich wachgeküsst"
Die Hoffnung der ÖVP, dass er sich nun nach Kärnten zurückziehe, sei daher einmal mehr trügerisch, so Haider in NEWS: "Die Einschätzungen der ÖVP haben ja noch nie gestimmt. Die ÖVP hatte mich nach der letzten Nationalratswahl schon politisch beerdigen wollen. Und dann war es ausgerechnet Wolfgang Schüssel, der mich durch seine schweren Fehler in der Pensionsreformdebatte wieder wachgeküsst hat."

Voest: Haider bleibt hart
In Sachen Voest bleibt Haider bei seiner harten Haltung gegen Grasser Privatisierungsplan: "Es wäre wichtig für die FPÖ, eine klare Sprache und harte Haltung in der Voest-Debatte zu zeigen. Das Recht, auf Regierungsbeschlüsse zu pochen, und falls die nicht umsetzbar sind, als Bundesregierung eine Sperrminorität von 25 Prozent zu behalten, kann der FPÖ niemand nehmen." Und Haider bleibt trotz Rechtsgutachten dabei: "Der Finanzminister hat seine Befugnisse klar überschritten. Er hat keinen Privatisierungsauftrag."

Alles zum möglichen Comeback Haiders an der FP-Spitze lesen Sie im neuen NEWS!

3.9.2003 12:12