CDU-Merkel: Forderung nach längerer Arbeitszeit
- 2 Stunden mehr pro Woche arbeiten - Harte Strafen für arbeitsunwillige Sozialhilfeempfänger - Merkel will mehr deutsche Erntehelfer auf den Feldern sehen
Trotz aller Kritik auch aus den eigenen Reihen bleibt die CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei ihrer Forderung nach einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden. Für Sozialhilfeempfänger, die Jobs unter ihrer Qualifikation nicht annehmen wollen, soll es härtere Strafen regnen. Merkel wünscht sich nicht zuletzt, mehr deutsche Erntehelfer auf den deutschen Feldern zu sehen.
Eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit würde Deutschland für ausländische Firmen attraktiver machen, sagte Merkel. Es gehe darum, wieder mehr Arbeitsplätze nach Deutschland zu bekommen. Nur bei einer längeren Wochenarbeitszeit könnten Firmen wieder in der Bundesrepublik investieren und Arbeitsplätze entstehen. Um mit anderen Ländern mithalten zu können, müsse daher wieder länger gearbeitet werden "Bei uns arbeiten die Menschen im Schnitt 175 Tage im Jahr, in der Schweiz 220", sagte die CDU-Chefin.
Harte Strafen
Merkel forderte härtere Strafen für arbeitsunwillige Sozialhilfeempfänger: "Wer arbeiten kann und nicht will, muss die Folgen spüren". In solchen Fällen solle die Sozialhilfe um mindestens 30 Prozent gekürzt werden. Arbeitslose sollen verpflichtet werden, ihnen zugewiesene Stellen anzunehmen, auch wenn diese nicht ihrer Qualifikation entsprechen.
Zu wenig "deutsche Erntehelfer"
"Wir sehen ja auf unseren Feldern, was sonst passiert: Beim Spargelstechen und der Weinlese finden Sie kaum noch einen deutschen Erntehelfer."
(apa, red)
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