Zementhersteller Lafarge: Überraschend hoher Gewinnrückgang
- Starker Euro und Wetter ließen die Profite schrumpfen
Der weltgrößte - und auch in Österreich vertretene - Zementhersteller Lafarge hat im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen deutlich höheren Gewinneinbruch als erwartet hinnehmen müssen. Der Kursanstieg des Euro und schlechte Witterungsbedingungen hätten das Geschäft belastet, teilte der französische Konzern mit.
Der Reingewinn schrumpfte den Angaben zufolge um 49 Prozent auf 148 Mio. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten noch mit einem Reingewinn von 193,8 Mio. Euro gerechnet. Auch der Rückgang des Betriebsgewinns um 23 Prozent auf 670 Mio. Euro fiel deutlich höher aus als von Analysten prognostiziert, die mit 714,5 Mio. Euro gerechnet hatten.
Schon im Juli hatte Lafarge einen Rückgang des Umsatzes um mehr als zehn Prozent auf 6,35 Mrd. Euro bekannt gegeben. Lafarge bekräftigte seinen ebenfalls schon im Juli gemachten Ausblick und kündigte vor Währungseinflüssen einen stabilen Betriebsgewinn für das Gesamtjahr an. Schon im Juli hatte Lafarge von einer ermutigende Belebung der Aktivitäten berichtet und hinzugefügt, dass die Zement-Sparte vor allem von dem Bauboom in Spanien und den Vorbereitungen auf die Olympischen Spielen in Griechenland profitiere.
(apa, red)
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