Hirtenberger: Bald Rückzug aus dem Munitionsgeschäft
- Handels-Restriktionen hemmen das einstige Kern-Geschäft
- Umstieg auf Kfz-Zulieferung denkbar
Die österreichische Firma Hirtenberger ist als Munitions-Hersteller weltweit bekannt. Dennoch leidet die Waffen-Sparte des Betriebs: Grund sind die Handels-Hemmungen durch die Neutralität.
Der Umsatz der Waffensparte brach 2002 wegen Auftragsverlusten von 26 auf 19,4 Millionen Euro ein. Der Jahresübeschuss sank fast um die Hälfte. Konzernvorstand Manfred Fischer schließt deshalb einen Rückzug aus dem traditionsreichen Munitionsgeschäft nicht mehr aus.
"Wir fragen uns monatlich, ob es noch Sinn macht, in Österreich Munition herzustellen." Zahlt sich das Munitionsgeschäft nicht mehr aus, wechselt die Firma auf Zulieferungen für die zivile Autoindustrie.
Denn gibt es irgendwo eine Krise, ist das im Fall Hirtenberger nicht gut, sondern schlecht fürs Geschäft. Während die USA verstärkt exportieren, sind den Österreichern wegen der gesetzlichen Restriktionen die Hände gebunden. Fischer: "Wir haben durch den Irak-Krieg Projekte in Millionenhöhe verloren."
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