Slowenien-Deal: Wienerberger übernimmt Ziegelwerk
- Opekarna Pragersko d.d. stellt Mauer-, Decken-Ziegel und Ofenkacheln her
- Kaufpreis bleibt ein großes Geheimnis
Der Wiener Baustoffkonzern Wienerberger übernimmt gemeinsam mit einem Finanzinvestor 93 Prozent der Anteile am slowenischen Ziegelhersteller Opekarna Pragersko d.d. Das Ziegelwerk Pragersko, in der Nähe von Marburg gelegen, stellt Mauer- und Deckenziegel sowie Ofenkachel her. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Das 1998 komplett modernisierte Werk verfügt laut Wienerberger- Information von Montag über eine aktuelle Kapazität von rund 80 Mio. Einheiten NF (Standardformat für Ziegel) und erzielte 2002 einen Umsatz von 1,1 Mrd. SIT (rund 4,8 Mio. Euro). Das Marktgebiet von Pragersko überschneidet sich laut Presseinformation teilweise mit den bestehenden Ziegelaktivitäten von Wienerberger und erstreckt sich von Ljubljana nach Nordosten bis zur österreichisch-ungarischen Grenze.
Mit der Übernahme von Pragersko werde Wienerberger klarer Marktführer bei Ziegelsytemen in Slowenien. Wienerberger und Pragersko haben in Slowenien als einzige Hersteller ein Patent auf "Erdbebenziegel".
Slowenien wird von Wienerberger als traditionelles Ziegelland mit einem Marktanteil des Ziegels an Wandbaustoffen von rund 80 Prozent bezeichnet. In den kommenden Jahren werden in Slowenien Wachstumsraten im Wohnungsneubau von durchschnittlich 6 Prozent pro Jahr erwartet, unter anderem aufgrund von Impulsen durch den EU-Beitritt Sloweniens im Jahr 2004.
(apa)
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