Reifen-Krieg in Formel 1: Klagt Michelin Ferrari?
- "Reifen von FIA immer für regelkonform befunden"
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Der Reifen-Konflikt in der Formel 1 eskaliert! Nachdem Ferrari-Technikchef Ross Brawn die Michelin-Pneus als illegal bezeichnet hatte, droht der französische Hersteller nun mit einer Klage. Am Donnerstag hatte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo unverhohlen mit dem Rückzug des italienischen Rennstalls aus der Motorsport-Königsklasse gedroht.
Michelin betonte, dass die in den Rennen eingesetzten Reifen immer von der FIA für regelkonform befunden worden seien.
Hintergrund des Streits ist die Laufflächen-Breite der Michelin-Vorderreifen. Angeblich ist sie teilweise nach den Rennen größer als die laut Reglement vorgeschriebene Maximalbreite von 270 Millimeter. Beim bevorstehenden Großen Preis von Italien in Monza in der kommenden Woche will die FIA erstmals auch nach dem Rennen Messungen durchführen.
Neue Reifen?
Am Donnerstag hatte sich die Lage vorübergehend entspannt. Michelin hat nach eigenen Angaben neue Reifen zum aktuellen Test in Monza mitgebracht. "Die neue Auslegung der Regeln durch die FIA hat uns gezwungen zu reagieren. Sie glauben doch nicht, dass Michelin diese Herausforderung nicht annimmt?", erklärte Pierre Dupasquier, der Motorsportdirektor des französischen Unternehmens, in einem auf der Michelin-Homepage veröffentlichten Interview.
"Unsere Leute haben seit Mittwoch vergangener Woche rund um die Uhr gearbeitet, so dass neue Reifen bereits jetzt in Monza getestet werden."
(apa/red)
