Intrigenstadl Formel 1: Tipp über Reifenaffäre kam von Ferrari
- Michelin reagiert und testet bereits neue Pneus in Monza
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Reifen-Streit spitzt sich weiter zu
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GPs in Türkei und Bahrain fixiert
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Schumi zwei Punkte vor Räikkönen!
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Wird es in der nächsten Saison spannender?
Ferrari hat nun offiziell zugegeben, den Motorsport-Weltverband FIA von den vermutlich illegalen Michelin- Reifen informiert und damit die "Reifen-Affäre" losgetreten zu haben. "Alles hat in Budapest begonnen. Dort hat Bridgestone von einem Fotografen eindeutige Beweise bekommen, dass die gebrauchten Michelins einen außerordentlich große Auflagefläche haben", sagte Ferraris Technikchef Ross Brawn.
Danach habe man Renndirektor Charlie Whiting informiert, der dann den mittlerweile berühmten Brief an die Teams schrieb, wonach die erlaubte Maximalbreite (270 mm) künftig auch nach dem Rennen gemessen werde. Das stellt nun die Ferrari-Konkurrenten McLaren und Williams vor Probleme, weshalb trotz ursprünglich gegensätzlicher Aussage derzeit in Monza intensiv neue Pneus getestet werden.
Michelin-Motorsportchef Pierre Dupasquier bestätigte auf der Website der Franzosen: "Wir haben rund um die Uhr gearbeitet und nun testen wir die Reifen in Monza." Ursprünglich hatte der französische Reifenhersteller gemeint, man sehe keinen Grund für Änderungen, die Reifen seien legal.
Crash von Schumi II durch neue Reifen?
Ob der schwere Unfall von Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher am Dienstag etwas mit den neuen Reifen zu tun hat, ist vorerst unklar. Der deutsche Pilot wurde am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen, außer einer schweren Gehirnerschütterung war er unverletzt geblieben. Er wird nächste Woche beim GP in Monza voraussichtlich starten können.
Ferrari arbeitet an Protest in Monza
Ob Ferrari in Monza gegen die Michelin-Teams protestieren wird, steht laut Brawn noch nicht fest. Die Vorgangsweise von Ferrari wurde vom Technikchef der Italiener verteidigt: "Wir hätten nach Budapest auch so tun können, als ob wir von nichts wüssten und dann beim nächsten Rennen protestieren. Aber das schien uns nicht die richtige Vorgangsweise." (apa)
