Dienstag, 2. September 2003

Reifen-Streit spitzt sich zu - FIA: Beweise aufgetaucht

  • "Wenn die FIA zehn Rennwagen in Monza aus dem Rennen nehmen will, soll sie das tun"
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Die Reifen-Diskussion in der Formel 1 spitzt sich vor dem WM-entscheidenden Saison-Endspurt immer mehr zu. Zwölf Tage vor dem Grand Prix von Italien in Monza hat der Internationale Automobilverband (FIA) seine Position bekräftigt, im nächsten Grand Prix penibel darauf zu achten, dass Reifen-Breiten regelkonform sind.

"Es ist unser Job, dafür zu sorgen, dass die Regeln eingehalten werden", sagte ein FIA-Sprecher am Dienstag. Beweise seien aufgetaucht, dass die Laufflächen einiger Michelin-Reifen nach dem Rennen breiter als vorher gewesen seien. "Darauf mussten wir reagieren", betonte der Sprecher.

Allerdings war auch am Dienstag noch unklar, wie sich die Michelin-bereiften Ferrari-Konkurrenten im Grand Prix am 14. September verhalten werden. Michelin - u.a. Partner von Williams-BMW und McLaren-Mercedes - verwies auf Schwierigkeiten. "Es wäre auf jeden Fall sehr problematisch, für Monza andere Reifen zu bringen. Es ist nicht damit getan, schmalere Reifen aufzuziehen. Das ganze Fahrwerk ist seit einem halben Jahr auf diese Reifen abgestimmt", erklärte Michelin-Sprecher Hennen.

Hintergrund des Konflikts ist ein FIA-Brief an die Michelin-Teams, wonach die vorgeschriebene Maximalbreite der Reifen von 270 Millimeter Lauffläche nicht überschritten werden dürfe. Dem Vernehmen nach sollen die Michelin-Vorderreifen nach dem Rennen breiter gewesen sein.

Der Hinweis an die FIA kam nach dem Ungarn-Grand-Prix angeblich von Ferrari. Nach Angaben der Fachzeitschrift "auto, motor und sport" gibt es Fotos, die zeigen, dass im Fahrbetrieb ein Teil der Reifen- "Schulter" als Kontaktfläche genutzt wird.

Die Reifenfrage kann womöglich die WM beeinflussen. Vor den letzten drei Rennen führt Titelverteidiger Michael Schumacher mit je einem Punkt Vorsprung vor Williams-Pilot Juan Pablo Montoya und Silberpfeil-Fahrer Kimi Räikkönen.

(apa)

2.9.2003 14:03
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