Motorrad-WM: Rossi siegte zum 30. Mal in der Königsklasse
- Sturz in der letzten Runde sorgte für Entscheidung in der 250 ccm-Klasse
- Keine WM-Punkte für KTM bei den 125 ccm-Rennern

In der MotoGP-Klasse der Motorrad-WM in Brasilien sorgte einmal mehr Valentino Rossi für Superlative. Bei seinem 60. Start in der obersten Klasse (MotoGP und 500 ccm) erreichte der erst 24-jährige Superstar der Szene seinen bereits 30. Sieg.
In insgesamt 120 GP-Starts gewann Rossi schon 56 Mal. Sein spanischer Honda-Teamkollege Sete Gibernau, mit 51 Punkten Rückstand im WM-Klassement erster Verfolger des Italieners, konnte Rossi in Rio ab der neunten Runde nicht mehr folgen und musste sich mit dem zweiten Rang begnügen. Als Dritter vervollständigte der Japaner Makoto Tamada, der nach seinem 13. GP erstmals aufs Podium stieg, den Honda-Triumph.
Auch in der Viertelliterklasse scheint eine Vorentscheidung im Kampf um den WM-Titel gefallen zu sein. Weil der Spanier Toni Elias in der letzten Runde in Führung liegend stürzte, fuhr WM-Leader Manuel Poggiali letztlich ungefährdet zum vierten Saisonerfolg. Der "250er-Neuling" aus San Marino führt in der Gesamtwertung nun bereits mit 22 Punkten auf den Italiener Roberto Rolfo, dem Zweiten von Rio.
Premerienerfolg für 16-jährigen Jorge Lorenzo
Mit dem Premeriensieg des erst 16-jährigen Derbi-Fahrers Jorge Lorenzo endete der Motorrad-Grand-Prix der 125er-Klasse. Der Spanier siegte nach dramatischem Finish hauchdünn vor dem Australier Casey Stoner sowie Alex de Angelis aus San Marino. Erst am Ende der letzten Runde war Lorenzo an diesem Duo vorbeigezogen. "Das war spektakulär", lautete der hocherfreute Kommentar des Sensationssiegers.
WM-Spitzenreiter Daniel Pedrosa, der auf seiner Honda auch nur etwas mehr als eine halbe Sekunde Rückstand auf seinen spanischen Landsmann hatte, baute mit Platz vier im zwölften der insgesamt 16 Saisonläufe seine WM-Führung auf den Italiener Stefano Perugini, der diesmal nicht über Rang sieben hinauskam, um vier Zähler auf bereis 42 Punkte aus.
Das KTM-Red-Bull-Team ging dagegen in Südamerika leer aus. Der Italiener Roberto Locatelli verpasste als 17. einen WM-Punkt um knapp 7,5 Sekunden, sein finnischer Teamkollege Mika Kallio landete auf dem 19. Rang. (apa/red)
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