Samstag, 6. September 2003

Lokalmatador Andy Roddick gewinnt die US Open

  • Klarer Dreisatz-Sieg im Finale gegen Juan Carlos Ferrero
  • PLUS: Aktuelle Weltrangliste - Ferrero neue Nummer 1!

Der US-Amerikaner Andy Roddick hat sich in der Nacht auf Montag zum Sieger der US-Open 2003 gekürt. Im Finale besiegte er den Spanier Juan Carlos Ferrero glatt in drei Sätzen 6:3,7:6(2),6:3. Es ist dies der erste Grand-Slam-Titel für den 21- Jährigen aus Nebraska, der für den Sieg in New York eine Million Dollar (915.000 Euro) Preisgeld mit nach Hause nehmen darf.

"Mir schießen gerade eine Million Gedanken durch den Kopf", sagte Roddick, meinte damit aber natürlich nicht jeden einzelnen Dollar seines Preisgeldes. "Es ist wie ein kleiner Schock. Ich habe als Kind so oft auf der Tribüne gesessen und die Spiele hier verfolgt. Ich habe gesehen, wie andere Spieler ihren ersten Grand-Slam-Titel feierten." Der in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska geborene neue Topstar hat nach dem Abgang von Sampras und dem Halbfinal-Aus von Andre Agassi sowie der Absage der beiden Williams-Geschwister für das Damenturnier die Lücke gefüllt und doch noch für einen US-Einzelsieg gesorgt.

Nach dem verwandelten Matchball in einer einseitigen Partie, die Roddick mit einer fantastischen Aufschlagausbeute und enorm viel Druck beherrscht hatte, konnte der Hobby-Fallschirmspringer sein Glück lange nicht fassen. Ungläubig starrte er ins ausverkaufte Arthur-Ashe-Stadion. Die neue Nummer zwei der Welt kämpfte nach seinem 19. Sieg en suite mit Freudentränen, stürmte auf die Tribüne und umarmte seinen Erfolgscoach Brad Gilbert. Der Ex-Agassi-Trainer hat maßgeblichen Anteil an der Leistungsexplosion Roddicks, den er seit Wimbledon betreut. Seither hat Roddick nur zwei Matches verloren, aber 37 gewonnen. Bereits zuvor hatte er u.a. auch den Titel beim Raiffeisen-Grand-Prix in St. Pölten geholt.

(apa/red)

6.9.2003 21:23