Mutola knackte in Brüssel Golden-League-Jackpot
- Mayr-Krifka über 200 m Fünfte
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·Keine Sperre!
White könnte Gold dennoch verlieren
·Jubel & Tränen
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·Edelmetall
Medaillenspiegel der IX. LA-WM
·800m-Finale
Ohne Graf: Mutola holt Goldmedaille
Maria Mutola aus Mosambik hat den größten Zahltag in der Geschichte der Golden-League-Meetings perfekt gemacht und als erste Leichtathletin den mit einer Million US-Dollar gefüllten Jackpot ganz alleine geknackt. Die 800-m-Weltmeisterin hielt am Freitag beim 27. Memorial Van Damme in Brüssel dem enormen Druck stand, nach 1:57,78 Minuten feierte die Ausnahmeläuferin vor 45.000 Zuschauern ihren finanziell wertvollsten Sieg.
Zuvor hatten die Mittel- und Langstreckler für ein Feuerwerk an Weltjahresbestleistungen (insgesamt fünf) gesorgt. Dopingsünderin und Doppel-Weltmeisterin Kelli White (USA) zeigte ebenfalls ein gutes Nervenkostüm und setzte sich über 100 m durch.
Nach Oslo, Paris, Rom, Berlin und Zürich war Mutola auch beim sechsten Meeting der hoch dotierten Serie nicht zu schlagen. Unterstützt von ihrer britischen Freundin Kelly Holmes, die die Taktik mitbestimmte, zog Mutola auf der Zielgeraden ihren unwiderstehlichen Schlussspurt an und gewann vor der Russin Natalja Kruschtscheljowa (1:58,53). Danach durfte die 30-Jährige, die in Südafrika lebt, auf ein Podest in Form eines Goldbarren steigen.
Was Mutola mit dem Geld machen wird, steht größtenteils bereits fest. "Ein großer Teil geht an die Maria-Mutola-Foundation", erklärte Mutola. Diese Stiftung ermöglicht Kindern aus Mosambik sportliche Betätigung und ein Studium im Ausland. Zum Abschluss des Meetings verpasste Haile Gebrselassie zwar den "geplanten" 18. Weltrekord seiner Karriere um knapp sieben Sekunden, doch der Äthiopier stellte mit 26:29,22 Minuten über 10.000 m einen "Jahresrekord" auf.
Kelli White kann zwar nicht mehr den Betrugsvorwürfen, aber ihren Konkurrentinnen noch davonlaufen. Die 26-Jährige, die in Paris positiv auf das Stimulanzium Modafinil getestet wurde, aber wohl ohne Sperre davonkommt, siegte in 10,87 Sekunden mit 0,01 Sekunden Vorsprung vor ihrer amerikanischen Kollegin Chryste Gaines. "Die letzten Tage waren die Hölle, ich habe überhaupt nicht trainiert. Das Schlimmste wäre, wenn ich meine beiden Medaillen abgeben müsste", meinte White.
Karin Mayr-Krifka, Österreichs einzige Vertreterin beim Golden-League-Finale, verabschiedete sich mit einem sehr guten Ergebnis aus dieser Serie: Die Niederösterreicherin lief die 200 m in 23,17 und sorgte damit für ihre zweitbeste Zeit in diesem Jahr. Mit diesem Resultat wäre sie bei der WM in Paris ins Halbfinale gekommen. In Brüssel reichte es zum fünften Rang, der Sieg ging an die Belgierin Kim Gevaerts in 22,72. "Ich bin mit dieser Zeit sehr zufrieden. Allerdings muss ich noch an den letzten 20 Metern arbeiten, darauf werde ich im nächsten Jahr im Hinblick auf Olympia das Hauptaugenmerk legen", sagte Mayr. (APA/red)
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