Jubiläumssaison: DEL startet mit vier Österreichern
- Ulrich, Unterluggauer und M. Hohenberger in Düsseldorf, Trattnig in Kassel
- Ex-Teamcoach Ron Kennedy betreut die Iserlohn Roosters
Mit vier österreichischen Teamspielern geht die Deutschen Eishockey Liga (DEL) in ihre Jubiläumssaison. Die DEG Metro Stars aus Düsseldorf, die die zehnte Saison mit dem Heimspiel gegen Meister Krefeld Pinguine eröffnen, bauen auf die Verteidiger Martin Ulrich und Gerhard Unterluggauer sowie Stürmer Martin Hohenberger, die Kassel Huskies verpflichteten Stürmer Matthias Trattnig. Zurückgekehrt in die DEL ist auch Ron Kennedy. Der langjährige ÖEHV-Teamchef übernahm das Traineramt der Trattnig in Kassel Iserlohn Roosters.
Trotz eines finanziellen Sparkurses und der Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen zwei Spieler der Eisbären wähnt sich die DEL auf einem guten Weg. Das Feld der 14 Clubs scheint relativ ausgeglichen, sechs Teams schraubten ihre Budgets zurück, die Ausländerplätze wurden von 13 auf zwölf je Mannschaft reduziert. Der Anteil der Legionäre wurde damit weiter gesenkt, von 72 Prozent vor fünf Jahren auf nunmehr 45 Prozent.
Einer raus, zwei Neue rein
Der Anteil der Österreicher allerdings ist im Vergleich zur Vorsaison gestiegen. Zwar verließ Christoph Brandner, DEL-Spieler des Jahres, Meister Krefeld und wechselte zu Minnesota Wild in die NHL, doch mit Martin Hohenberger (zuletzt Innsbruck) und Trattnig (zuletzt Djurgaarden Stockholm) kamen zwei weitere ÖEHV-Spieler zu Ulrich und Unterluggauer.
Adler und Eisbären gelten als Favoriten
Zu den Top-Favoriten zählt keiner der Ösi-Klubs. Die Adler Mannheim und Eisbären Berlin gelten als Titel-Anwärter Nummer eins, die Kölner Haie und Hamburg Freezers werden als stärkste Herausforderer eingestuft. Ziel der Metro Stars und der Huskies ist vorerst das Playoff. "Wir sind heuer läuferisch und körperlich stärker, kräftiger, das ist in dieser Liga wichtig", sagt Unterluggauer. Im Vorjahr war für die DEG nach Rang drei im Grunddurchgang im Viertelfinale gegen Krefeld Endstation, "Platz drei wäre wieder sensationell, ein super Erfolg", meint der Kärntner.
Ulrich ist wieder fit
Die Metro Stars haben derzeit noch mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen, Rekord-Teamspieler Ulrich hat sich aber wieder fit zurückgemeldet. Der Wiener hatte sich im März nach einem Innenband-Riss im linken Knie einer Operation unterzogen, steht aber schon wieder seinen Mann. Neuzugang Martin Hohenberger hat sich bestens eingefunden und im Cup (3:2 gegen Duisburg) einen Treffer beigesteuert. "Die Liga ist für ihn optimal, da kann er seinen Körper voll einsetzen", meint Teamkollege Unterluggauer.
Trattnig kommt aus Schweden in die DEL
Auch Trattnig, der nach zwei Jahren in Stockholm nach Deutschland wechselte, sollte die DEL liegen. "Das Niveau in Schweden war vielleicht ein bisschen höher. Aber die DEL kommt mir eher entgegen, weil ich ein körperlich starker Spieler bin", meint er. Der Steirer, der auch finanziell aufgestiegen ist, spielt mit Alexander Serikow und Mikael Wahlberg, den beiden besten Huskies-Scorer der Vorsaison, in der zweiten Linie, in der Vorbereitung verbuchte er zwei Tore und einen Assist.
Während Düsseldorf mit einem Budget von 6,2 Mio. Euro in der Spitzengruppe liegt, rangiert Kassel mit 3,5 Mio. im schwachen Mittelfeld. Mannheim ist mit 7,2 Mio. Liga-Krösus und Favorit. Krefeld wird dagegen die Titelverteidigung nicht zugetraut, der Meister verlor nicht nur Brandner, sondern auch ca. die Hälfte des Vorjahres-Kaders. (apa/red)
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