Zukünftiger Regierungs-Chef: Korei ruft Sharon zur Unterstützung auf
- Israel will Arafats Freiheit weiter einschränken
- Powell fordert mehr Befugnisse für Korei
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Aussichtslose Lage im Nahost-Konflikt
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Sharon will alle Hamas-Chefs töten!
Der designierte palästinensische Regierungschef Korei hat den israelischen Premier Sharon aufgerufen, ihn zu unterstützen. "Wenn Sie wollen, dass ich Erfolg habe, dann helfen Sie mir", hieß es in einem offenen Brief an Sharon, den die israelische Tageszeitung "Yediot Ahronot" veröffentlichte. Der Erfolg des Friedensprozesses hänge von der Politik und den Handlungen Israels vor Ort ab. Und Korei scheint damit bei Israel auf offene Ohren zu stoßen, dort zieht man eine Zusammenarbeit mit dem neuen Premier in Betracht.
Zugleich wiederholte Korei die bekannten Forderungen der Palästinenser: Israel solle die Strategie der gezielten Tötung radikaler Palästinenser beenden, die Straßensperren in den besetzten Gebieten aufheben, die palästinensischen Gefangenen freilassen, seine Truppen aus den Städten des Westjordanlandes abziehen und Palästinenserpräsident Yasser Arafat wieder volle Bewegungsfreiheit gewähren.
Korei bekräftigte, er wolle sich für einen Waffenstillstand einsetzen. Der designierte Regierungschef wiederholte zudem seine Forderung nach Garantien der USA und der Europäer, dass sie Israel zur Einhaltung seiner Zusagen aus dem internationalen Nahost-Friedensplan drängen.
Kooperation mit Korei für Israel möglich
Israel ist offenbar zur Zusammenarbeit mit dem designierten palästinensischen Regierungschef Korei bereit. Wie Berater von Premier Sharon am Dienstag sagten, könnte Korei als Verhandlungspartner akzeptiert werden, wenn er den im Friedensplan festgelegten Verpflichtungen nachkomme. Bei einer israelischen Militäraktion im Westjordanland wurde unterdessen ein zwölfjähriger Palästinenser getötet.
Israel will Arafats Freiheit weiter einschränken
Israel will indessen einem Pressebericht zufolge Palästinenser-Präsident Arafat in seiner Bewegungsfreiheit noch weiter einschränken. Wie die Tageszeitung "Maariv" am Dienstag berichtete, sondiert Verteidigungsminister Shaul Mofaz Möglichkeiten, den Ring um das Hauptquartier Arafats in Ramallah enger zu ziehen. Es gebe Planungen, Arafat sämtliche Kontakte zur Außenwelt zu verwehren. Weder per Telefon noch auf andere Weise solle der Palästinenser-Präsident in der Lage sein, Kontakte zu unterhalten und die Fäden zu ziehen.
Powell fordert mehr Befugnisse für Korei
US-Außenminister Colin Powell hat für den designierten palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei (Abu Ala) mehr Machtbefugnisse gefordert. Er hoffe, dass der neue Premierminister, wer immer es sein werde, mehr politische Macht erhalte, sagte Powell am Montag. Er fügte hinzu, dass er davon ausgehe, dass Korei Regierungschef werde. Washington hoffe, dass Korei sich verpflichten werde, den Terrorismus zu bekämpfen. (APA/red)
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