28 Tote bei Gefechten in Kolumbien
- 17 linke Rebellen und 11 rechte Paramilitärs getötet
- Hoffnung auf Freilassung der Anfang 2002 entführten Betancourt
Die kolumbianischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei Gefechten in mehreren Landesteilen insgesamt 17 linke Rebellen und 11 rechte Paramilitärs getötet. Weitere 6 Aufständische seien gefangen genommen worden, teilte das Heer am Sonntag mit. Zugleich nährt sich die Hoffnung auf eine Freilassung der Anfang 2002 von FARC-Rebellen entführten früheren Präsidentschaftskandidatin Betancourt.
Die marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) würden Betancourt in den "kommenden Tagen" freilassen, sagte der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Alonso Acosta. Diese Information habe er aus "zuverlässiger Quelle" erhalten. Die Rebellen wollten damit ein "Zeichen des guten Willens" geben, fügte Acosta hinzu. Nach ihrer Freilassung solle sich die Politikerin für den von den Rebellen geforderten Austausch inhaftierter Rebellen gegen deren Geiseln stark machen.
Die Rebellen halten drei Amerikaner, einen Ex-Minister, 45 Mitglieder der Streitkräfte und der Polizei und mehrere andere Politiker in ihrer Gewalt. Die Regierung hat jedoch eine Waffenruhe und die Ausreise der freizulassenden Guerilleros ins Ausland als eine ihrer Vorbedingungen genannt. Die FARC lehnen dies ab und fordern stattdessen die Demilitarisierung von zwei Provinzen. Bis Februar vergangenen Jahres bestand eine solche Zone im Süden des Landes, die jedoch nach dem Scheitern von Friedensbemühungen wiederbesetzt wurde. (apa)
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