Lahmer Kampfjet: Schwere Mängel beim Eurofighter
- Bundesrechnungshof verweist auf "Systemfehler"
- EADS weist Vorwürfe zurück: "Beschränkungen am Anfang"
·Eurofighter
Platter will ab 2005 bis zu 10 Stück
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Wie in Österreich sollen sie in naher Zukunft den Luftraum überwachen und sichern, wie in Österreich sorgen sie bereits lange vor ihrem tatsächlichem Einsatz für Aufregung: In einem Bericht zu den von der deutschen Bundeswehr bestellten 180 Eurofightern rügt der deutsche Bundesrechnungshof (BRH) eine ganze Reihe von Mängeln.
Wie der "Spiegel" berichtet können die Jets, deren erste Exemplare derzeit ausgeliefert werden, statt der geplanten gut 2.500 Stundenkilometer lediglich 2.000 Stundenkilometer schnell fliegen. Die Prüfer beziehen sich dabei auf Einschränkungen, wie sie aus der Musterzulassung des Verteidigungsministeriums hervorgehen. Im Überschallflug dürfen die Eurofighter demnach nur auf 12.000 Meter Höhe klettern und nicht, wie von der deutschen Luftwaffe verlangt, auf 18.000 Meter.
"Systemfehler in der Höhenanzeige"
Bei bestimmten Geschwindigkeiten gebe es sogar gefährliche "Systemfehler in der Höhenanzeige". Herrschen in Bodennähe Dunst und Temperaturen unter fünf Grad, dürften die Kampfmaschinen gar nicht erst abheben. Auch bei Waffen und Schutzgeräten hapert es anscheinend: "Das Schießen mit der Bordkanone ist verboten", die derzeit als Bewaffnung vorgesehenen Lenkflugkörper sind "nicht freigegeben".
Laut BRH-Bericht wurden zudem "wesentliche Systeme", die vor gegnerischen Radarstrahlen oder Abwehrraketen warnen oder diese täuschen, entweder "nicht eingebaut" oder sind "nicht funktionsfähig".
EADS weist Bericht zurück
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS), der deutsche Partner im Eurofighter-Konsortium, weist den Bericht des "Spiegel" zurück und spricht von "Beschränkungen im Anfangsflugbetrieb", die nach und nach abgebaut werden sollen oder bereits überholt seien.
Der Eurofighter ist auch als neuer Jet der österreichischen Luftstreitkräfte vorgesehen. Um 1,959 Milliarden Euro sollen 18 Flugzeuge beschafft und ab 2007 geliefert werden. (apa)
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