Heftiger Schusswechsel in Saddams Heimatstadt
- US-Soldaten in Tikrit wurden angegriffen
Die US-Streitkräfte haben sich in Tikrit einen heftigen Schusswechsel mit irakischen Kämpfern geliefert und bei einer Razzia vier Verdächtige festgenommen, darunter einen mutmaßlichen Bombenbauer. Die Soldaten erwiderten am Donnerstagmorgen das Feuer, nachdem sie unter Beschuss geraten waren, wie Oberstleutnant Steve Russell von der 4. US-Infanteriedivision mitteilte.
Die Truppen seien im Stadtzentrum von Tikrit mit Mörsergranaten angegriffen worden. Diese hätten jedoch ihr Ziel verfehlt, und niemand sei verletzt worden. Die Soldaten schossen laut Russell zurück und wurden daraufhin am Ostufer des Tigris erneut mit Granaten und Handfeuerwaffen angegriffen. Bei dem heftigen Feuergefecht geriet mindestens ein Haus in der Umgebung in Brand. Möglicherweise sei einer der Angreifer getötet worden, die übrigen seien geflohen, sagte Russell.
Auf den Hinweis eines Irakers hin durchsuchten US-Soldaten am Donnerstag ein Haus in Tikrit und nahmen vier Menschen fest. Einer von ihnen stehe unter dem Verdacht, Bomben gebaut zu haben, sagte Brigadegeneral James Hickey. Bei der Razzia wurden Waffen, Munition, Sprengstoff und weiteres Material zur Herstellung von Bomben sicher gestellt. Am Mittwochabend hatten die US-Streitkräfte in der Nähe von Bakuba, 70 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad, drei Iraker erschossen, die einen Sprengsatz an einer Straße legen wollten.
(apa)
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