Mittwoch, 3. September 2003

Sechs Tote bei Anschlag auf Zug im Nordkaukasus

  • Wegen Tschetschenien-Krieg immer wieder Terror in der Region

Bei einem Bombenanschlag auf einen Regionalzug im russischen Nordkaukasus sind im September sechs Menschen getötet und 34 verletzt worden. Der mutmaßliche Täter zündete nahe der Stadt Kislowodsk zwei an den Gleisen versteckte Sprengsätze, als der Zug darüber fuhr. Er wurde dabei selber schwer verletzt.

Mehrere Waggons gerieten in Brand. Die Verletzten wurden mit Splitter- und Brandwunden in die nahe gelegenen Krankenhäuser von Kislowodsk und Jessentuki gebracht. Fünf Menschen schwebten in Lebensgefahr, teilten die Behörden mit. Innenminister Boris Gryslow sagte, die Bomben hätten eine Sprengkraft von fünf Kilogramm Dynamit gehabt.

Die Lage in der Vielvölkerregion Nordkaukasus ist bereits seit Jahren, ausgehend von dem Krieg in Tschetschenien, sehr unsicher. Immer wieder wurden Bombenanschläge verübt. Dabei waren häufig Märkte und Bahnhöfe im Visier der Attentäter. Vergangene Woche waren drei Menschen bei einer Serie von Explosionen in der Stadt Krasnodar getötet worden. (APA, red)

3.9.2003 17:44